Grüne Werkstoffe

Halogenfrei und grün

Für den Lebensmittelbereich geeignete, flammgeschützte Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen sollen Sicherheit mit einem „grünen“ Image verbinden.

Unter dem Produktnamen Latigea wird eine Familie bio-basierter Kunststoffe entwickelt. Sie sollen als unverstärkte und für den Lebensmittelkontakt geeignet, mit herkömmlichen oder Naturfasern verstärkte Compounds sowie Blends mit Polycarbonat (PC) oder Polyestern auf den Markt kommen. Hauptziel, so der Hersteller, sei es, die Umwelt sehr wenig bis überhaupt nicht zu belasten. Ausgangsstoff für diese spritzgießfähigen Thermoplaste ist unter anderem Polymilchsäure (Polylactid, PLA), die aus Maisstärke gewonnen wird.

So kommt der flammgeschützte Typ ohne umwelt- oder gesundheitsgefährdende Stoffe wie Halogene, Antimon, roten Phosphor oder Zink aus. Darüber hinaus erfüllt dieser Kunststoff die Anforderungen der RoHS-Richtlinie. Erste Entflammbarkeitstests haben laut Anbieter gute Werte hinsichtlich Brandverhalten, Brennbarkeit und Kriechstromfestigkeit (Comparative Tracking Index, CTI) ergeben. Demnach erreicht der Werkstoff die Brandschutzklasse V0 nach UL94 bei 0,8 und 1,5 Millimeter Probendicke. Die GWIT-(Entzündbarkeit)GWFI-Werte (Entflammbarkeit) sind demnach mit denen herkömmlicher Kunststoffe wie Polypropylen (PP), Polybutylenterephthalat (PBT) und Polyamid (PA) vergleichbar. Zudem bietet dieser Werkstoff eine Kriechstromfestigkeit (CTI) von 600 Volt.

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Auf Grund dieser Eigenschaftskombination eignet sich das Material für den Einsatz in der Elektro- und Elektronikindustrie, beispielsweise zur Kapselung von Spulen, Anschlussdosen, Gehäuse und Abdeckungen. Der transluzente Kunststoff lässt sich beliebig einfärben. Spezielle Werkzeuge oder die Beachtung besonderer Fertigungsparameter sind nicht erforderlich.

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