Rezyklate und Social Plastic

Meinolf Droege,

Nachhaltig verpackte Körperpflege

Bei der Überarbeitung mehrerer Produktserien von Pflegeprodukten stand auch die Nachhaltigkeit der Verpackungen auf der Agenda. Unter anderem erhöhte Anteile an Rezyklat sollen den ökologischen Fußabdruck deutlich verkleinern.

Ein weiterer Schritt zur Förderung nachhaltiger Verpackungslösungen mit verschiedenen Produktserien. © Henkel

Seit September trägt die Haar- und Körperpflege-Marke Nature Box das Ecocert-Kosmetik-Label nach dem Cosmos Natural-Standard für Naturkosmetik. Die Zertifizierung bestätigt, dass alle Nature Box-Produkte zu mindestens 98 Prozent aus Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs (einschließlich Wasser) bestehen. Zudem sind die Produkte vegan, also frei von Inhaltsstoffen tierischen Ursprungs, außerdem frei von synthetischen Farbstoffen oder je nach Produkt frei von Silikonen.

Mit dem Relaunch der Produkte unternimmt Henkel darüber hinaus weitere Schritte in seiner Zusammenarbeit mit dem Sozialunternehmen Plastic Bank. Nature Box ist laut Unternehmen die erste Kosmetikmarke, die sogenanntes Social Plastic als Verpackungsmaterial für das gesamte Flaschen-Portfolio eingeführt hat: Alle Flaschenkörper bestehen zu 98 Prozent aus Kunststoffen, die von Menschen in Armut gesammelt wird, statt es in Ozeane und Wasserwege gelangen zu lassen. Gearbeitet werde derzeit daran, die restlichen 2 Prozent Kunststoff, die aufgrund der Einfärbung der Flasche enthalten sind, ebenfalls mit recyceltem Material zu ersetzen. Dazu testet das Unternehmen bereits einen Farbträger aus Social Plastic.

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Schwarze Verpackungen sind eine noch größere Herausforderung für die Recycling-Wertschöpfungskette als andere: Schwarze Partikel lassen sich in Recyclingsystemen nur schwer identifizieren und sortierten. Henkel hatte im vergangenen Jahr seine ersten recycelbaren schwarzen Kunststoffverpackungen eingeführt und damit eine Lösung geschaffen, um auch die nachhaltiger zu gestalten. Mit dem Marktstart der Marke Syoss wurde für die schwarze Verpackung, die den Marktauftritt prägt, nun rußfreie schwarze Farbe verwendet. Somit ist sie vollständig recycelbar. Zudem bestehen alle Shampoo-Flaschen zu 98 Prozent aus recyceltem Material (exklusive Kappe).

Auch im Zuge einer Überarbeitung der Marke Gliss Kur erhöht Henkel den Anteil an Recyclingmaterial. Während die neuen Shampoo- und Conditioner-PE-Flaschen zu 30 Prozent aus Recyclingmaterial bestehen, enthalten die PET-Flaschen der Shampoos und Express Repair Conditioner zu 97 Prozent recycelten Kunststoff. Alle Flaschenkörper sind vollständig recycelbar und der reduzierte Einsatz von Metallfolie vereinfacht den Recyclingprozess. Zudem bestehen die neuen schwarzen Kappen aus rußfreiem Material und sind so ebenfalls vollständig recycelbar.

Ambitionierte Verpackungsziele

Als Teil seines Engagements im Bereich Nachhaltigkeit hat sich Henkel ambitionierte Verpackungsziele für das Jahr 2025 gesetzt, um eine Kreislaufwirtschaft zu fördern. Bis dahin sollen alle Verpackungen – abgesehen von Klebstoffresten – recycelbar oder wiederverwendbar sein und die Menge an neuen Kunststoffen aus fossilen Quellen um 50 Prozent reduzieren. Außerdem will das Unternehmen dazu beitragen, dass keine Kunststoffabfälle in die Umwelt gelangen.

Auf dem Weg zu diesen Zielen seine bereits Fortschritte in den drei Unternehmensbereichen gemacht worden. Das Unternehmen hat beispielsweise den Anteil an recyceltem Plastik in seinen Produktverpackungen weiter erhöht, zahlreiche Verpackungen bestehen bereits vollständig aus recyceltem Material. Neben der Entwicklung nachhaltiger Verpackung ist Henkel an mehreren Partnerschaften und branchenübergreifenden Initiativen beteiligt, die Innovationen in der Verpackungsentwicklung vorantreiben und den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft fördern. Dazu gehören die Plastic Bank, die Alliance to End Plastic Waste (AEPW) und der New Plastics Economy (NPEC).

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