Bornewables von Borealis

Annina Schopen,

Hochleistungsrohre aus erneuerbaren Rohstoffen

Rohrlieferant Nupi setzt den ISCC PLUS-zertifizierten Borealis-Rohstoff Bornewables für Hochleistungsrohre aus Polypropylen-Random-Copolymeren für Sanitär- und Heizungsanlagen ein. So ist das Unternehmen den immer strengeren Vorschriften für die Rohrproduktion einen Schritt voraus.

Nupi setzt Bornewables für Hochleistungsrohre aus Polypropylen-Random-Copolymeren ein. © Nupi

Nupi Industrie Italiane wird für die nächste Generation seiner Rohrleitungslösungen, die für höhere Belastungen und Temperaturen ausgelegt sind, Bornewables-Polypropylen (PP) von Borealis einsetzen. Die Niron Beta PP-RCT- (Polypropylene Random Crystalline Structure Temperature)- Rohrleitungslösungen werden in für Sanitär- sowie für Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen (HVAC) eingesetzt. Bornewables PP wird aus erneuerbaren Rohstoffen gefertigt und ist damit unabhängig von fossilen Rohstoffen, während es laut Borealis die gleiche Materialperformance wie konventionelles PP bietet.

Mit dieser Partnerschaft rüstet sich Nupi bereits jetzt für jenen Zeitpunkt, an dem die Verwendung erneuerbarer Materialien in der Rohrproduktion vom Gesetzgeber vorgeschrieben wird. Das Unternehmen ist damit der erste Rohrlieferant in Italien, der auf massebilanziertes Bornewables-PP setzt, das nach dem internationalen Standard für Nachhaltigkeit & Kohlenstoff ISCC PLUS (International Sustainability & Carbon Certification Plus) zertifiziert ist. Darüber hinaus steht die Kooperation auch im Einklang mit Borealis' Aktivitäten und Initiativen im Rahmen von Everminds, die den Umstieg auf kreislauforientierte Kunststoffe durch Partnerschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette unterstützt.

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Erneuerbare Werkstoffe durch fortschrittliche Materialtechnik

PP-RCT gemäß der Definition von ASTM F2389 und EN ISO 15874 ist ein „Polypropylen-Random-Copolymere mit modifizierter Kristallinität und Temperaturbeständigkeit“. Das aus PP-RCT- Bornewables Feedstock hergestellte PP-RCT Material kann auf bestehenden Rohrverarbeitungsanlagen ohne jegliche Modifikationen als Ersatz für fossilbasierte PP eingesetzt werden: Vor allem bedeutet dies, dass sowohl Nupi als auch die Endnutzer keine erneute Genehmigung durch die Wasserbehörden einholen müssen.

„Durch die Verwendung von Bornewables-PP von Borealis für unsere neuen PP-RCT-Rohre machen wir einen großen Schritt in Richtung unseres Ziels, den CO2-Fußabdruck unserer Produkte zu verringern und den immer strengeren Vorschriften, durch die die Verwendung erneuerbarer Rohstoffe für Kunststoffrohre bald zwingend erforderlich werden, einen Schritt voraus zu sein“, erklärt Roberta Brusi, Quality Director der Nupi Group. „Außerdem hilft uns die ISCC PLUS-Zertifizierung dieses Werkstoffs dabei, den Anteil an erneuerbaren Rohstoffen in unserer PP-RCT-Rezeptur und unseren Rohren klar und nachvollziehbar zu dokumentieren.“

Nachhaltigkeitsziele schneller erreichen

Die ISCC PLUS-Akkreditierung basiert auf einem Massenbilanzierungsverfahren, durch das Borealis und Nupi den effektiven Anteil erneuerbarer Rohstoffe in jedem Herstellungsschritt – vom Bornewables-Material bis zum fertigen Rohr – belegen und quantifizieren können. Der Bornewables-Rohstoff selbst wird aus natürlichen Ressourcen der zweiten Generation gewonnen, wie zum Beispiel aus Abfällen der Zellstoffproduktion oder aus Ölresten der Lebensmittelverarbeitung.

„Der Einsatz zertifizierter erneuerbarer Polymere gilt als entscheidender Faktor, um den Umstieg von einer linearen auf eine kreislauforientierte Kunststoffwirtschaft zu beschleunigen“, ergänzt John Webster, Global Commercial Director Infrastructure bei Borealis. „Dadurch können wir den Verbrauch fossiler Rohstoffe einschränken, sämtlichen Akteuren entlang der Rohr- und Formteil-Wertschöpfungskette dabei helfen, ihre Nachhaltigkeitsziele schneller zu erreichen, und zudem die gesamte Branche auf ihrem Weg zur Kohlenstoffneutralität unterstützen. Gemeinsam mit unseren Partnern aus der Rohrbranche setzen wir uns dafür ein, das Kunststoffsystem neu zu erfinden, um unser Leben noch nachhaltiger zu machen.“

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