Wechselakku mit Polypropylen-Compounds

Annina Schopen,

Mobile Energie im Öko-Gewand

Ansmann entwickelt eine zweite Generation des Wechselakku-Systems Greenpack. Verwendet werden dazu Polypropylen-Compounds von Borealis für ein optimiertes Produktdesign im Sinne der Ökoeffizienz.

Ansmann verwendet für die zweite Generation des Greenpack-Wechselakku-Systems Polypropylen-Compounds von Borealis. © Borealis

Je mehr erneuerbare Energie- und Mobilitätskonzepte zum Einsatz kommen, umso wichtiger ist es, auch bei den dafür eingesetzten Materialien und Prozessen sowie bei den Recyclingmöglichkeiten auf die ökologische Umsetzung zu achten. Die Batterieexperten von Ansmann und Borealis, dem Anbieter kreislauforientierter Polyolefinlösungen, kooperieren daher bei der Entwicklung und Herstellung der zweiten Generation des Greenpack-Wechselakku-Systems.

Ziel der Kooperation ist es, die Lithium-Ionen-Batterie der neuen Greenpack-Generation für die Verwendung von Polypropylen (PP) zu konzipieren und das Wechselakkusystem mit einem Polypropylen-Gehäuse und PP-Zellhaltern auszustatten. Im Vergleich zu anderen, konventionell verwendeten Materialien bieten laut Borealis die Polypropylen-Kunststoffe, die zum Einsatz kommen sollen, ein optimiertes Produktdesign im Sinne der Ökoeffizienz. Die entscheidenden Faktoren hierfür sind geringere Materialdichte und daher ein Gewichtsvorteil, der zu höherer Reichweite des E-Fahrzeugs beiträgt. Hinzu kommen die hervorragenden Isolationseigenschaften von Polypropylen sowie Energieersparnis in der Produktion. Insgesamt sei der CO2-Ausstoß in der Produktion von PP höchstens halb so groß wie bei konventionell eingesetzten Kunststoffalternativen. Borealis unterstützt Ansmann hierzu bei der Auswahl des Materials, den funktionalen Tests (zum Beispiel Falltests) und sichert die Produktionsprozesse und Qualität der neuen Packs.

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Der Greenpack-Wechselakku wurde im August 2020 von den Mobile-Energy-Experten von Ansmann zur Weiterentwicklung in Lizenz übernommen. Der mit einem Handgriff austauschbare Energiespeicher für grünen Strom bietet derzeit in Generation eins 48 V Nennspannung, 1.400 Wh Kapazität und eine maximale Dauerstrombelastung von 25 A. Das Greenpack-System ist so konstruiert, dass die Wechselakkus durch intelligente Kommunikation und standardisierte Schnittstellen ohne Einschränkung in unterschiedlichen Geräten von verschiedenen Herstellern einsetzbar sein sollen. Sie können mit Zellen unterschiedlichster Zellchemien bestückt werden und sind in der Applikation frei skalierbar.

Universelle grüne Batteriepack-Lösung

Zum Einsatz kommt der Greenpack in E-Flotten von Sharing- und Lieferservices sowie bei Lastentransporten. Man findet ihn aber auch in Rasenmähern, Schneefräsen oder Wildkrautmaschinen in der Garten- und Landschaftspflege. In zugehörigen Wechsel-/Ladestationen können leere Akkumodule schnell und bedarfsgerecht gegen volle getauscht oder geladen werden.

Thilo Hack, Vorstand Entwicklung bei Ansmann: „Das neue von Borealis entwickelte Material unserer kommenden Greenpack-Generation wird ohne Weichmacher auskommen und leichter und flexibler sein als die bisher verwendeten Kunststoffe, dennoch alle chemischen und mechanischen Sicherheitskriterien bestens erfüllen – und dabei noch über einen deutlich geringeren CO2-Footprint verfügen.

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