Kompostierbare Tüten

Annina Schopen,

Plastiktütenverbot: Verbund sieht Biokunststoffe als Chance

Angesichts des seit Neujahr greifenden Plastiktütenverbots weist der Verbund kompostierbare Produkte auf das Potential sogenannter „Hemdchenbeutel“ aus kompostierbaren Biokunststoffen hin. Deren Nutzen in den Obst- und Gemüseabteilungen im Einzelhandel könne die Kreislaufwirtschaft entscheidend stärken.

Seit diesem Jahr greift das Plastiktütenverbot. Tüten aus kompostierbaren Biokunststoffen im Einzelhandel könnten die Kreislaufwirtschaft stärken. © AdobeStock/dusk

Grund hierfür sei deren nachhaltige Mehrfachverwendung in der „Kaskadennutzung“ mit folgenden Schritten: Zunächst beim Einkauf von losem Obst und Gemüse als Transporthilfe; danach daheim zur besseren Haltbarkeit von Lebensmitteln und gegen eine ungewünschte Lebensmittelverschwendung; und letztlich zur getrennten Bioabfallsammlung als hygienischem Angebot zu einer nicht zertifizierten Papiertüte, einer belasteten Alternative oder der „losen“ Sammlung, um den Kreislauf „unfallfrei“ zu schließen.

Dieser Mehrfachnutzen sei in unseren europäischen Nachbarländern seit Jahren gängige Praxis: „Der Vorteil der – vom strengen Einweg-Tragetaschen-Verbot ausgenommenen – Biosackerlist, dass wir sie in Österreich zusammen mit dem Bioabfall in der Biotonne entsorgen dürfen. Die zertifizierte Kompostierbarkeit kann der Verbraucher leicht am Keimlings-Symbol erkennen“, sagt Gerhard Margreiter, Geschäftsführer der Firma Naturabiomat aus Schwaz und seit Jahren Mitglied im Verbund. „Die Biosackerl bestehen mehrheitlich aus Nachwachsenden Rohstoffen, wie es der Gesetzgeber – analog zu Deutschland – von uns Herstellern verlangt.“

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Erste Erkenntnisse des Straubinger Vereins C.A.R.M.E.N. legen nahe, dass diese Kaskadennutzung auch in Deutschland auf eine breite Akzeptanz und Umsetzung bei den Bürgerinnen und Bürgern treffen könnte, hieß es in der Mitteilung des Verbunds. Dies wurde im vergangenen Jahr in einem Praxisversuch – als Teil der „Bioökonomiestrategie Bayern“ der Bayerischen Staatsregierung – getestet.

„In Deutschland befinden sich noch fast 40 Prozent Bioabfälle im Restmüll. Die Politik will diese Menge deutlich reduzieren. Hierfür unterstützen wir die Verbraucher bei der getrennten Bioabfallsammlung mit einem sauberen und hygienischen Hilfsmittel“,stellt Karsten Buth, Firma Profectus Films aus Horn-Bad Meinberg und Vorstandsmitglied im Verbundfest.

Der Verbundbeobachtet diesen Praxisversuch, unterstützt die Intention und sieht darin ein großes Potenzial zu einer effektiveren, motivierenden und vereinfachten getrennten Bioabfallsammlung in Deutschland.

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