Kreislaufwirtschaft

Meinolf Droege,

Recycling-Kunststoff in der Automobilanwendung

Leichtbau und Ressourcenschonung soll eine Anwendung der Automobilindustrie kombinieren: Ein Steuerelemente-Halter aus Recycling-Material soll nicht nachhaltiger sein, sondern auch bei geringem Gewicht hohe mechanische Anforderungen erfüllen.

Der Steuergeräte-Halter für den Automobilbau vereint Leichtbau mit mehr Ressourcenschonung. © Pöppelmann

Im Beifahrerfußraum der Fahrzeuge wird das von Pöppelmann unter der Marke K-Tech konstruierte Bauteil „Halter Sam“ verbaut. Die Halterung für Steuergeräte dient gleichzeitig als Fußablage und muss neben der Halte-Funktion der Gewichtsbelastung durch den Beifahrer standhalten bewältigen. Außerdem entspreche der Steuergeräte-Halter dank geringem Gesamtgewicht den Leichtbau-Anforderungen der Branche.

Die Entwickler orientierten sich laut eigener Angaben an Eco-Design-Gesichtspunkten und berücksichtigte schon bei dessen Gestaltung die Umwelteinwirkungen entlang des gesamten Lebenszyklus – von der Rohmaterialherstellung über die Herstellung des Produkts bis zur Entsorgung. Als Material wurde das Polypropylen PP FG30 gewählt zum Einsatz – ein von Pöppelmann gemeinsam mit einem Lieferanten für technische Anwendungen entwickeltes Rezyklat.

Der Produktionsprozess findet im Mucell-Verfahren statt, dem physikalischen Schäumen von Thermoplast. Dabei wird in der Spritzgießproduktion ein Treibmittel (Stickstoff oder Kohlendioxid) direkt in die Kunststoffschmelze eingebracht, sodass sich mikrozellulare Strukturen im Material bilden. Dank Schäumprozess lässt sich das Gesamtgewicht des Bauteils um etwa sieben bis zwölf Prozent reduzieren. Gleichzeitig bringt das Verfahren funktionelle Vorteile mit sich, denn es verbessert die Dimensionsstabilität des Produkts: Das injizierte Gas sorgt dafür, dass sich das Bauteil kaum verzieht.

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