Nachhaltige Verkabelung

Annina Schopen,

Rosenberger stellt auf eine biobasierte Verpackung um

Rosenberger Optical Solutions & Infrastructure (Rosenberger OSI), Experte für glasfaserbasierte Verbindungstechnik, Verkabelungslösungen und Infrastruktur-Services, hat seine firmeninterne Kunststoffverpackung für Patchkabel auf biobasierte und biologisch abbaubare Polymere umgestellt.

Rosenberger OSI hat eine Biopolymerverpackung für Patchkabel eingeführt. © Rosenberger OSI

Ursprung hierfür war ein Innovationsprojekt, in dem sich das Unternehmen dem Thema nachhaltiger und ökologisch sinnvoller Verpackungen angenommen hat. Ziel dieser Initiative war es, die derzeit eingesetzte Kunststofffolie durch eine umwelt- und ressourcenschonende Alternative zu ersetzen.

„Die Einführung einer Biopolymerverpackung im industriellen Maßstab stellt nicht nur für uns als Unternehmen einen Mehrwert dar. Die Wichtigkeit von umweltschonenden Lösungen wird uns auch von unseren Kunden widergespiegelt. Mit Blick auf die derzeitige Diskussion zur Nachhaltigkeit, insbesondere auch im Rechenzentrumsbereich, freuen wir uns, einen Beitrag leisten zu können“, so Dr. Benjamin Weigand, Innovationsmanager bei Rosenberger OSI.

Kooperation mit dem Fraunhofer IAP

Die Auswahl und Prototypisierung der neuen Verpackung erfolgte in Kooperation mit dem Fraunhofer Institut für angewandte Polymerforschung (IAP), Technikum Schwarzheide. Im Bereich neuartiger Verpackungslösungen konnte ein biobasierter und biologisch abbaubarer Kunststoff als Alternative zu dem bislang eingesetzten erdölbasierten Pendant identifiziert werden. Der neuartige Biokunststoff ist von seinem Erscheinungsbild, seiner Stabilität und seiner Haptik absolut mit der bislang eingesetzten Verpackung vergleichbar und kaum zu unterscheiden.

Anzeige

Gegenüber Lösungen aus Papier, haben die innovativen Kunststoffe zwei große Vorteile: Zum einen haben die Biopolymere den Mehrwert, dass diese die empfindlichen LWL-Steckverbinder besser vor Verschmutzungen schützen und leichter sowie widerstandsfähiger sind. Zum anderen lassen sich Kunststoffverpackungen effizienter herstellen. Studien zeigen, dass es etwa viermal mehr Energie benötigt, einen gleichwertigen Papierbeutel herzustellen. Bei der Auswahl des Materials wurde großer Wert daraufgelegt, dass der Anteil nachwachsender Rohstoffe signifikant hoch ist.

Kein Mikroplastik und Entsorgung über Wertstofftonne

Ferner wurde für den Bezug der Folien mit Profectus Films ein Lieferant ausgewählt, der die Grundstoffe aus zertifizierten, nachhaltigen Quellen in Mitteleuropa bezieht. Die zukünftig von Rosenberger OSI eingesetzte Verpackung ist nach der europäischen Norm EN 13432 biologisch abbaubar und schließt die Entstehung von Mikroplastik aus. Die Entsorgung der biologisch abbaubaren Folie kann über die herkömmliche Wertstofftonne („gelbe Tonne“) erfolgen.

Neben dem Einsatz des neuartigen Verpackungsmaterials aus nachwachsenden Rohstoffen wird der Rahmen in Bezug auf Nachhaltigkeit noch weiter gespannt. Rosenberger OSI setzt künftig zudem seinen Fokus auf ein effizientes Verpacken. Dies hat langfristig das Ziel, Material einzusparen und Müllberge zu reduzieren. Geplante Aktivitäten in diese Richtung, die im Verlauf des kommenden Jahres nach und nach umgesetzt werden sollen, sind: Einsatz einer innovativen Verpackungsmaschine, die unterschiedliche Produktformate erkennt und entsprechend die Folienmenge anpasst; Materialeinsparung von 40% durch Optimierung der Wandstärke der biopolymeren Folienverpackung; direkte Bedruckung der Biopolymerverpackung, wodurch auf Klebelabels weitestgehend verzichtet werden kann, sowie digitale Bereitstellung von Messprotokollen und Installationsanleitungen von Patchkabeln.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem Kunststoff Magazin Newsletter

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite