Grüne Werkstoffe

Hochwertiges Regranulat reduziert Produktionskosten

Kunden des spanischen Recyclers Reciplast nutzen hochwertiges LDPE-Rezyklat, um die Kosten in der Produktion von Rohren für den Einsatz in landwirtschaftlichen Anwendungen zu senken.

Dieses gemischte LDPE-Folienmaterial aus der Waschanlage wird zu hochwertigem Regranulat aufbereitet

Seit November 2014 produziert das spanische Recyclingunternehmen Reciclajes Plásticos, kurz Reciplast, LDPE-Regranulat. Mit Hilfe eines Hochleistungs-Entgasungsmoduls werden auch stark bedruckte und laminierte Folienreste aus Industrie- und Post-Consumer-Abfällen zu hochwertigem Regranulat recycelt. Das wird nach Unternehmensangaben fast vollständig zur Erzeugung von Kunststoffprodukten für die Landwirtschaft eingesetzt, zum Beispiel für Bewässerungsrohrleitungen. Dank der umfassenden Entgasungsleistung des C-VAC-Moduls innerhalb der Starlinger-Anlage weise das recycelte Granulat keine Gas- oder Feuchtigkeitseinschlüsse auf, sodass die Kunden beim nachfolgenden Extrusionsprozess die Schmelze nicht mehr filtrieren oder Additive gegen Feuchte zusetzen müsse. Außerdem konnten die Rohrhersteller die Wanddicken reduzieren und den Ausstoß auf 180 Meter pro Minute. erhöhen. Zusammen ergaben diese Faktoren eine nennenswerte Senkung der Produktionskosten.

Reciplast recycelt auf der Recostar-Anlage gemischtes LDPE-Folienmaterial nach der Waschanlage. Darunter finden sich Material aus Industrieanwendungen, etwa stark bedruckter Produktionsabfall aus der Verpackungsindustrie, aber auch verschmutzter Post-Consumer-Abfall aus Agrar- oder Gewächshausfolien. Ausgangsmaterial dieser Art entwickelt während des Extrusionsprozesses viel Gas. Das resultiert aus den Druckfarbe auf der Folie, möglichen Feuchtigkeitseinträgen sowie Fremdstoffen und Verunreinigungen mit Papier, Metall, Sand, Holz oder anderen organischen Stoffen, die auch durch gründliches Sortieren und Waschen nicht vollständig entfernt werden. Feststoffe werden im Filter aufgefangen; der per hydraulischer Rückspülung gereinigt wird, um ein Verbrennen der Stoffe während des Prozesses zu vermeiden. Das C-VAC Entgasungsmodul saugt alle Gase, die sich während des Extrusionsprozesses bilde, ab. Die rheologisch optimierten Schmelzekanäle im Modul erhöhen die Entgasungsfläche laut Anlagenhersteller im Vergleich zu herkömmlichen Entgasungssystemen um 300 Prozent, was die Entgasungseffizienz deutlich verbessere.

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Upcycling durch fortschrittliche Technologie

Reciplast hatte bereits im Jahr 2006 die erste Starlinger-Recyclinganlage 2006 gekauft, um vor allem schwer zu zerkleinernde Materialien mit unterschiedlichen Schüttdichten zu verarbeiten. Integriert waren hier eine Vakuumentgasung und ein direkt dem Extruder vorgeschalteter Einwellenzerkleinerer. Die neue Anlage, überwiegend eingesetzt zum Recyceln von LDPE-Folien – und gelegentlich auch von Folien aus PP – ist ausgestattet mit dem Dynamic Automation Package (DAP) mit geschwindigkeitsgeregeltem Smart-Feeder-Antrieb, elektrisch angetriebenem Schieber und automatischer Regelung der Extruderlast. Das DAP soll die Produktivität und die Maschinenstandzeit erhöhen, den Energieverbrauch reduzieren und eine konstante Produktion und hohen Ausstoß mit der optimierten Aufbereitung des Materials vor dem Extruder gewährleisten.

Die Luftspülung im Smart-Feeder sorg für besonders gute Materialtrocknung, sodass auch Materialien mit sehr hohem Feuchtigkeitsanteil verarbeitet werden können. Der hydraulische Hochleistungs-Rückspülfilter reinigt verschmutzte Filtersiebe mit bis zu 300 bar Druck – die Lebensdauer der Siebe verlängere sich dadurch erheblich. Die besondere Konstruktion des C-VAC-Entgasungsmoduls vergrößert die Schmelzeoberfläche, damit eingeschlossene Gase entweichen und abgesaugt werden können. Das so produzierte hochwertige Granulat sei frei von Gaseinschlüssen und Feuchtigkeit und könne direkt weiterverarbeitet werden. Mit Hilfe der Inline-Messung des Anlagenausstoßes und des Energiebedarfs wird der jeweils aktuelle Durchsatz und Energieverbrauch am Touch-Screen angezeigt.

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