Styrolkunststoffe

Andreas Mühlbauer,

Nachhaltiges Material auf Basis von biomassenbilanziertem Styrol

Brita, Ineos Styrolution und BASF geben die Wahl der nachhaltigen Materiallösungen Terluran Eco, Styrolution PS Eco und NAS Eco von Ineos Styrolution für die Produktion der Tischwasserfilter von Brita bekannt.

Im Rahmen der Kooperation von Ineos Styrolution und BASF wurde das Styrol-Methylmethacrylat NAS Eco entwickelt. © Brita

Der kürzlich vorgestellte Kunststoff NAS Eco ist ein Styrol-Methylmethacrylat (SMMA), das im Rahmen einer Kooperation zwischen Ineos Styrolution und BASF entwickelt wurde. Das Material basiert auf dem biomassenbilanzierten Styrol (Styrol BMB) von BASF, bei dessen Herstellung erneuerbare Ressourcen verwendet und im Massenbilanzverfahren zugeordnet werden. Ineos Styrolution nutzt den Rohstoff für die Herstellung neuer nachhaltiger Styrolkunststoffe.

Als führender Anbieter von Wasserfiltersystemen gehört Brita zu den ersten Kunden, die von der neuen nachhaltigen Lösung NAS Eco von Ineos Styrolution profitieren. Im konkreten Fall wird das Material zur Herstellung der Kannen, Trichter und Deckel für die Tischwasserfilter von Brita verwendet. Dank des neuen Werkstoffs kann das Unternehmen seinen CO2-Fußabdruck merklich reduzieren, ohne dass die Verarbeitungsparameter angepasst werden müssen oder sich die Materialeigenschaften verändern. Als echte Plug-in-Lösung sind die neuen Eco-Materialien mit den Produktionsverfahren von Brita vollständig kompatibel und erfordern keine Anpassungen.

Meike Rapp, Sustainability Manager bei Brita, erläutert: „Bei Brita suchen wir stets nach neuen Möglichkeiten, unsere Produkte nachhaltiger zu gestalten. Deshalb freut es uns, dass wir mit den neuen Eco-Materialien für unsere Tischwasserfilter einem der wichtigsten Nachhaltigkeitsziele ein gutes Stück näherkommen, nämlich der Verringerung unserer Abhängigkeit von Kunststoffen auf fossiler Basis. Außerdem verkleinern wir damit den CO2-Fußabdruck einiger unserer wichtigsten Produkte und unterstützen unsere Entwicklung nachhaltiger Lösungen. Dass die Materialien auch nach ISCC+ zertifiziert sind, ist zudem ein großes Plus für unsere Verbraucherkommunikation.“

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NAS Eco mit deutlich reduziertem CO2-Fußabdruck

Das biomassenbilanzierte Styrol von BASF wird von Ineos Styrolution hauptsächlich zur Produktion transparenter Styrolkunststoff-Spezialitäten verwendet, wie zum Beispiel für NAS Eco aus SMMA (Styrol-Methylmethacrylat) und Luran Eco aus SAN (Styrol-Acrylnitril-Copolymer). Die Prozesse zur Herstellung der neuen massenbilanzierten Produkte von BASF und Ineos Styrolution sind vollständig nach ISCC+ zertifiziert.

Udo Mühlhölzer, Business Development Manager und Global Key Account Manager Electronics & Household EMEA bei Ineos Styrolution, stellt fest: „Ich finde es großartig, dass wir mit unseren zukunftsweisenden Styrol-Lösungen zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele unserer Kunden und zum Schutz der Umwelt beitragen können.“

Biomassenbilanziertes Styrol

Bei der Herstellung von biomassenbilanziertem Styrol ersetzt BASF fossile Ausgangsstoffe wie Naphtha oder Erdgas durch erneuerbare Rohstoffe, die aus organischen Abfällen oder Pflanzenölen gewonnen werden. Das ist eine von mehreren Möglichkeiten, Styrol über den Massenbilanzansatz herzustellen. Das Massenbilanzverfahren ist ein Rückverfolgbarkeitsmodell für die Erfassung und korrekte Zuordnung der Gesamtmenge aller alternativen (z. B. rezyklierten oder erneuerbaren) Rohstoffe während des Produktionsprozesses. Hersteller von Roh- und Kunststoffen wie Ineos Styrolution und BASF können somit Produkte mit einem besseren Umweltprofil anbieten, die allerdings die gleichen Eigenschaften aufweisen wie Erzeugnisse aus fossilen Rohstoffen.

Die Zuordnung über den Massenbilanzansatz und die Produkte selbst werden von unabhängigen Prüfern zertifiziert. Mehr Informationen zum Biomassenbilanz-Ansatz von BASF stehen auf basf.com zur Verfügung. „Das Massenbilanzverfahren auf Basis von Bioabfällen oder chemisch recycelten Kunststoffen ermöglicht uns, bislang unberührte fossile Ressourcen in der Erde zu belassen und einen schnellen Übergang zu alternativen Rohstoffen zu schaffen“, so Stefanie Kutscher, Head of Business Management Styrenics Europe bei BASF. „Das erfordert die Mitwirkung der gesamten Wertschöpfungskette.“

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