Verpackungstechnologie

APR erkennt Freshsafe-PET Recyclingfähigkeit zu

Die Rufe nach mehr Nachhaltigkeit werden lauter. Die Industrie setzt dabei verstärkt auf das Recycling von PET-Flaschen. Doch häufig enthalten diese Verpackungen Verbundmaterialien, die eine unkomplizierte und sortenreine Wiederverwertung erheblich erschweren. Eine Variante hat der US-amerikanische Branchenverband Association of Plastic Recyclers (APR) nun offiziell als recyclingfähig eingestuft.

Mit der Plasmax-Barrieretechnologie beschichtete PET-Flaschen sind von der Association of Plastic Recyclers (APR) als 100 Prozent recyclingfähig eingestuft worden. © KHS

Die Freshsafe-PET-Technologie von KHS bietet eine dünne Schutzschicht aus chemisch reinem Glas an der Innenwand der PET-Behälter. Sie soll den Produktschutz mit der Möglichkeit des vollständigen Flasche-zu-Flasche-Recyclings verbinden. Der APR bestätigte nun, dass mit der Plasmax-Barrieretechnologie beschichtete PET-Flaschen die kritischen Leitkriterien für Recyclingfähigkeit der APR erfüllen oder übertreffen.

Kunststoffe, speziell im Bereich Verpackungen, werden kritischer hinterfragt. Die Menschen verlangen von der Industrie zunehmend nachhaltige Lösungen. Unter anderem bekommt der Wunsch nach sauberen Recyclingströmen größere Bedeutung. Durch die zunehmende Verdrängung schwer recycelbarer, nicht sortenreiner PET-Flaschen öffnet sich der Markt deshalb hin zu leicht wiederverwertbaren Verpackungslösungen. Die Freshsafe-PET-Technologie soll eine geeignete Alternative sein. Die bei der Herstellung an der Innenwand der Flasche aufgetragene dünne Glasbeschichtung wird im Recyclingprozess abgewaschen. Das PET liegt anschließend sortenrein vor. Damit sei diese die einzige nachhaltige auf dem Markt und Referenz für die Recyclingfähigkeit von PET-Flaschen ohne Verbundmaterialien. Mit ihr werden sensible Produkte wie Säfte, Wein, Soßen oder Liquid Food vor Sauerstoffeinfluss geschützt sowie karbonisierte Getränke vor Kohlendioxidverlust. Im Vergleich zu herkömmlichen Verbundmaterialien biete das Beschichtungsverfahren zudem eine deutlich bessere Barrierequalität und sorge für eine signifikant längere Haltbarkeit des Produkts.

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Die APR prüft die Recyclingfähigkeit von Verpackungswerkstoffen. © APR

Die Organisation APR verfolgt mit den Anerkennungen das Ziel, die Recyclingqualität von Plastikflaschen zu verbessern. Unter den Abfüllern wächst nach Angaben von Elward das Interesse an der bereits mehrfach im Markt bewährten Lösung. Mit der Anerkennung durch die APR können Abfüller und Recycler eher darauf setzen, dass die Technologie den amerikanischen PET-Recyclingmarkt unterstützt. Das sei ein bedeutender Schritt für die weitere Etablierung dieser Technologie.

Auch die EPBP vergibt gute Noten für Freshsafe-PET. In ihren Design-Guidelines bewertet die Plattform in einer Art Ampelsystem die verwendeten Materialien hinsichtlich ihrer Recycelbarkeit. Die SiOx-Beschichtung wird als einzige voll kompatible Barrieretechnologie beschrieben.

Für Getränkeproduzenten ergeben sich zwar zusätzliche Kosten durch die Investition, diese sollen sich jedoch durch insgesamt sinkenden Aufwand im Betrieb schnell amortisieren. So können Abfüller zu günstigeren Standard-PET-Preforms wechseln, wodurch die Bindung an bestimmte Preformhersteller entfällt. KHS biete Abfüllern eine individuelle Gesamtkostenbetrachtung für den Einsatz seiner Technologie. Gemessen am Nutzen, besonders dank des zusätzlichen Produktschutzes und der längeren Haltbarkeit der Produkte, seien die Kosten pro Flasche sogar geringer als bei konventionellen Verbundmaterialien.

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