Wasserfilter aus Biokunststoff

Gebrauchs- und Designobjekt ausgezeichnet

Nur aus natürlichen Rohstoffen besteht laut Hersteller Soma der Design-Wasserfilter. Entwickelt worden sei für diese Anwendung ein spezieller Biokunststoff Kunststoff auf PLA-Basis.

Filtereinheit aus Bio-Kunststoff mit Aktivkohle aus Kokosnuss-Schalen. (Quelle: Soma)

Die Produktidee wurde geboren, so erklärt der Hersteller, weil der Unternehmensgründer bei einer Party den wenig ansehnlichen Behälter eines Wasserfilters auf den Tisch stellen wollte. Er habe das Wasser in eine Weinkaraffe umzufüllen wollen und dabei, weil der Filterdeckel sich ungewollt löste, den größeren Teil verschüttet. Daraus sei die Idee des neuen Wasserfilters entstanden: In einem puristischen, modernen Design sollte ein funktionaler Filter entstehen, der zudem einen ganzheitlichen, nachhaltigen Ansatz bietet.

Lange habe man nach einem geeigneten Material für die Filtereinheit gesucht. Es sollte nicht nur diverse funktionale Anforderungen erfüllen, sondern auch aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen und biologisch abbaubar sein. Eingesetzt wird heute der als Biokunststoff bezeichnete Werkstoff Bio-Flex S 9533, der in einer Kooperation von Fraunhofer Umsicht und FKUR entwickelt wurde. Er basiert auf dem PLA (Polylactidacid bzw. Polymilchsäure).

Maßgeblicher Grund für die Wahl des Werkstoffs sei gewesen, dass er sich auf üblichen Spritzgießmaschinen und mit üblicher Werkzeugtechnologie verarbeiten lasse. Reines PLA ist jedoch steif und weist eine geringe Schlagzähigkeit auf. Mit einem entsprechenden Additiv-Paket und spezielle Compoundier-Technologie sei es jedoch gelungen, ein PLA-Compound zu entwickeln, das alle Anforderungen erfüllt.

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Wasserfilter aus Glaskaraffe und Filtereinheit aus Kunststoff. (Quelle: Soma)

Zwei Komponenten enthält die komplette Filtereinheit: Das Gehäuse aus dem laut Entwickler vollständig biologisch abbaubaren Werkstoff enthält natürliche Aktivkohle aus Kokosnuss-Schalen. Frische Filter werden alle 60 Tage an die Kunden geschickt. Ein Teil des Verkaufserlöses werde an Hilfsorganisation gespendet, die Menschen in Not Zugang zu sauberem Trinkwasser verschafft. So werde ein weiterer Aspekt der gewünschten Nachhaltigkeit des Wasserfilters erreicht.

Das hier eingesetzte spezielle Filtersystem reduziere nachweislich den Chlorgehalt sowie andere Geschmacks- und Geruchsrückstände und erfülle so die Anforderungen des NSF/ANSI Standard 42 der Water Quality Association.

Neben der Funktionalität haben die Entwickler das Design im Auge gehabt – offenbar mit Erfolg: Der Wasserfilter mit Glaskaraffe wurde bereits mehrfach ausgezeichnet.

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