Effizienz im Formenbau

Heiße Seiten für den zuverlässigen Betrieb

Komplette "Heiße Seiten" beschleunigen den Formenbau erheblich - und sie sorgen für Sicherheit: Aufeinander abgestimmte Komponenten, einbaufertig geliefert, minimieren Risiken in Konstruktion und Montage.

Das Komplettsystem mit den angebauten Zuleitungen und Anschlüssen kann für Wartung und Service einfach aus der Heißen Seite entnommen werden. © Incoe

Unter der Marke Sealfit stehen seit einiger Zeit sogenannte Heiße Seiten als betriebsbereite Komplettsysteme mit Heißkanaldüsen, fertig eingebaut und abgestimmt in den zugehörigen Werkezugplatten einschließlich Funktionalitätsprüfung vor dem Versand zum Kunden bereit. Als vormontierte und geprüfte Vorstufe zur kompletten Werkzeugseite aus aufeinander abgestimmten Komponenten sollen die von Incoe gelieferten Systeme dem Formenbauer Zeit und Aufwand ersparen und die Betriebssicherheit erhöhen. Alle Düsen sind in den Verteiler eingeschraubt, wodurch eine leckagesichere Verbindung zwischen Düsen und Verteiler entsteht.

Die Heißen Seiten folgen dem Konzept der vormontierten Module um dem Kunden Zeit und Aufwand bei Projektplanung, Konstruktion, Fertigung und Montage zu sparen. © Incoe

Die Einsparung von Zeit und Aufwand bei Planung, Projektmanagement, Konstruktion, Fertigung und Montage sowie erleichterter Produktionsstart und erhöhte Betriebssicherheit sind wohl die wichtigsten Vorteile von Heißen Seiten. Besonders im Hinblick auf die Betriebssicherheit soll Sealf mit dem Konzept der eingeschraubten Düsen zusätzlich punkten: Düse und Verteiler sind leckagesicher verbunden, die Fließkanäle der beiden fluchten immer, unabhängig vom jeweiligen Betriebspunkt. Dank Verschraubung mit dem Verteiler werden keine Düsenköpfe benötigt, die sonst in speziell mit sehr engen Toleranzen gefertigten Freimachungen in der Werkzeugplatte sitzen. Eine Abstimmung von Düsen, Verteiler und Werkzeugplatten um eine dichte Verbindung zwischen allen Düsen und dem Verteiler zu erreichen ist nicht nötig. Mit dem Entfallen der Düsenköpfe ergibt sich auch kein Kontakt zwischen Düse und Werkzeug im Übergang zwischen Düse und Verteiler. Es kann daher keine Einleitung von Wärme oder von Kräften in die Werkzeugplatte geben. Dies ergibt laut Incoe eine Reduzierung des Energieverbrauchs um bis zu 20 Prozent. Auch sei das Risiko für Plattendeformation geringer, selbst bei Erhöhung der Temperatur im Prozess. Durch weniger Werkzeugdeformation entsteht weniger Verschleiß an Führungssäulen oder Zentrierelementen.

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Die Anwenderfreundlichkeit bei Wartung und Service wird durch das Konzept der betriebsbereiten Komplettsysteme "am Stück" gefördert. Soweit möglich werden alle Versorgungsleitungen und Anschlüsse am Heißkanalsystem angebaut wodurch es an einem Stück aus der Freimachung in der Werkzeugplatte entnommen werden kann. Der Aufwand für den Ein- und Ausbau von Leitungen in speziellen Nuten in der Werkzeugplatte kann entfallen. Bei pneumatischen Nadelverschlusssystemen können die Luft-Zuleitungen durch Bohrungen in der Werkzeugplatte umgesetzt werden, das Heißkanalsystem wird dann einfach von den Übergabestellen abgehoben. Bei Einsatz eines integrierten Heißkanals sind die Servicearbeiten auf der Maschine möglich.

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