Günther auf der Fakuma 2023

Annina Schopen,

Prozesssicherheit beim Werkzeugwechsel

Auf der Fakuma 2023 in Friedrichshafen standen vor allem Digitalisierung, Automatisierung, Flexibilität, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Fokus. Auch Günther Heisskanaltechnik bediente diese Themenfelder, unter anderem mit der Heizungstechnologie Blue Flow, die schlanker, leistungsstärker und energieeffizienter ist.

Messe-Auftritt von Güntherauf der Fakuma. © Günther

Die Blue-Flow-Heißkanaldüse kann aufgrund ihrer kompakten Bauweise schnell thermisch reagieren. Dies begünstigt eine problemlose Verarbeitung technischer sowie hochtemperaturbeständiger Kunststoffe. Auch wirkt sich der generelle Einsatz der Heißkanaltechnik auf die Nachhaltigkeit in der Spritzgussverarbeitung aus, da ein Heißkanalsystem Ressourcen schont und die Qualität des endgültigen Kunststoffproduktes verbessert. Wenn man etliche Tonnen an Angüssen einsparen kann, ist dies allein schon eine signifikante Einsparung, wie sich jeder ausrechnen kann. Perfekte Formteile reduzieren zudem die Ausschussrate auf ein Minimum.

Prozesssicherheit beim Werkzeugwechsel

Man kennt das Problem - nach langer Zeit kommt ein Werkzeug wieder zum Einsatz und man schließt das Werkzeug im Glauben an, dass alles stimmt. Ärgerlich wenn zwischenzeitlich die Drähte von Heizlast und Thermofühler geändert wurden und die Dokumentation nicht entsprechend angepasst wurde. So kann es bei der Inbetriebnahme zu einem Kurzschluss kommen. Häufig ist dann der Thermofühler nicht mehr nutzbar. Als Folge muss das komplette Werkzeug demontiert, die schadhaften Teile ausgetauscht und das Werkzeug wieder montiert werden. Ein unnötiger und teurer Zeitverlust. Sind dann noch die Ersatzteile nicht vorrätig und müssen bestellt werden, gehen schnell einige Tage für die Reparatur ins Land, in denen das Werkzeug eigentlich Teile produzieren sollte.

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Der von Günther auf der Fakuma erstmals vorgestellte Blue Master check ist ein Hilfsmittel für den Formen- und Werkzeugbau sowie für Spritzgießbetriebe. Die Messelektronik ist einem klassischen Industrie-Steckergehäuse verbaut, inklusive einer sparsamen Sendetechnik via Bluetooth low energy sowie einem Akku. Die Messelektronik ermittelt mit einer geringen Messspannung zuverlässig, ob es sich um ein Thermoelement oder eine Heizlast handelt und gibt darüber hinaus bei Thermoelementen auch Auskunft über die Polarität. Der Blue Master check prüft dabei sämtliche Kontakte gegeneinander. Die Diagnoseergebnisse werden in einer App auf einem beliebigen Endgerät (Android, iOS) sowohl grafisch als auch tabellarisch dargestellt. Anschließend können diese gespeichert, exportiert und für Dokumentationszwecke archiviert werden. Das Akku-System garantiere eine optimale Laufleistung über einen kompletten Arbeitstag, verspricht der Hersteller. Aufgeladen wird es über ein handelsübliches USB-Netzteil. Die Sendeleistung reicht aus, um die Messergebnisse über eine Entfernung von bis zu zehn Metern an ein Endgerät zu übertragen.

Sorgen und Nöte erkennen

Auf der K-Messe im letzten Jahr hatte Günther neue Regeltechnik vorgestellt, die sowohl optimale Regelungseigenschaften, eine umfassende Konnektivität und dank der dazu passenden App eine intuitive Bedienung aufweist. Nun wurde eine zusätzliche Variante der neuen Blue-Master-compact-Temperatur-Regelgeräte mit integriertem Display vorgestellt. Geschäftsführer Dr. Stefan Sommer: „Hier war einmal mehr unsere Stellung als Problemlöser gefragt. Hierzu ist es wichtig, nahe am Kunden zu sein und diesen stets bei seinen alltäglichen Herausforderungen zu begleiten. Also seine Nöte zu erkennen und so gezielt Entwicklungen anzustoßen, die ihm Erleichterung, Prozessstabilität und Effizienzsteigerung bietet. Daraus resultierte auch die Entscheidung die Temperatur-Regelgeräte der Blue-Master-compact-Variante nun auch mit einem Display auszustatten – bewusst für die Anwender, die im Betrieb kein Smartphone oder Tablet nutzen.“

Gleiches gilt auch für die nun auf der Fakuma präsentierten Heißkanaldüsen der Typen 8/10/12 SMT und NMT von 50 mm bis 200 mm mit konventioneller Heizung. Die positionssichere Heizungsfixierung ermöglicht eine exakte Temperaturführung und platzsparendes Design.

Rückblick auf die Fakuma 2023

Die Geschäftsführer Dr. Stefan Sommer und Siegrid Sommer waren mit der Fakuma 2023 zufrieden: „Es zeigte sich einmal mehr, dass die Technologieentwicklung in der Kunststoffindustrie ungebremst in Richtung Material- und Energieeffizienz geht. Sowohl die innovative Heizungstechnologie Blue Flow, als auch Produktneuheiten wie der Blue Master check fanden ein reges Interesse.“ Trotz des aktuell wirtschaftlich schwierigen Umfelds seien viele Besucher auf dem Stand gewesen und ließen keinen Zweifel an der Zukunftsfähigkeit des Werkstoffs Kunststoff aufkommen. „Die Herausforderungen, vor denen die Kunststoffindustrie steht, sind komplex“, sagte Siegrid Sommer. „Probleme wie Energie sparen, Ressourcen schonen, Automatisierung und Digitalisierung vorantreiben, sind die Trendtreiber der Gegenwart. Kosten senken und Ressourcen sparen – damit muss sich wohl jedes Unternehmen befassen, waren aber schon immer das Hauptaugenmerk von Günther Heisskanaltechnik. Hochwertige und langlebige Hightech-Lösungen, die in unterschiedlichsten Branchen zum Einsatz kommen und dort unverzichtbar sind, waren auch schon vor vierzig Jahren gefragt. Unsere Produkte und Lösungen sollen Spritzgießern sowie Werkzeug- und Formenbauern neue Möglichkeiten eröffnen, mit höherer Qualität und Prozesssicherheit, schneller und kostengünstiger zu produzieren – auch in Zukunft.“

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