Düsen für den Spritzguss

Die Düse macht’s

Spezialitäten und Standardwerkstoffe besser verarbeiten
Schonende Verarbeitung thermoplastischer Werkstoffe durch optimierte Fließkanäle, bis 3000 bar Spritzdruck und 400 Grad Celsius Einsatztemperatur sind möglich.
An der Schnittstelle von Material und Form steht beim Spritzgießen die Düse. Sie beeinflusst maßgeblich die Qualität der Teile und die Effizienz der Produktion.


Die sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich Werkstoffen, Anspritzmöglichkeiten, Zykluszeiten, Spritzgewichten und vieles mehr, verlangen die konsequente Bewertung und Auswahl der verschiedenen Düsentypen. Umso besser, wenn ein Anbieter ein breites Spektrum aus einer Hand bieten kann.

Typische Nadel-Maschinenverschluss- düsen arbeiten mit einer Feder oder über einer hydraulischen oder pneumatischen Ansteuerung. Je nach Anwendung wird die federbetätigte Nadelverschlussdüse als Typ A oder SHP angeboten. Die Spezifikation geschieht über die Einsatzbedingungen wie Spritzdruck, Betriebstemperatur und Einspritzrate. Mit der höher qualifizierten SHP-Düse können Drücke bis 3000 bar bei 400 Grad Celsius gefahren werden. Dieser Düsentyp hat auch den Vorteil, dass die Spiralfeder getrennt vom Massestrom platziert ist. Das trägt zur problemlosen Funktionalität über lange Zeit bei.

Ist die möglichst schonende Werkstoffverarbeitung gefordert, sind gesteuerte Versionen geeignet. Für nahezu alle thermoplastischen Materialien ist die leistungsfähige HP-Düse vorgesehen. Spritzdrücke und Temperaturen entsprechen denen der federbetätigten Versionen. Die Fliesskanäle sind rheologisch günstig konzipiert, um die Belastungen der Materialien zu reduzieren.

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Für die Verarbeitung von Liquid Silikon, sowie gewissen TPEs, ist die pneumatisch angesteuerte E-Düse vorgesehen. Diese bietet ein integriertes Kühlsystem, das bis zur Düsenspitze reicht. Die Adaption zur Maschine und Werkzeug kann individuell gestaltet werden.

Eine Ergänzung zum Nadelverschluss sind Düsen mit dem Verschlusssystem Bolzen. Das neueste Produkt dieser Verschlusstechnologie ist die Microdüse. Körperintegrierte Federn steuern den Bolzen. Diese Düsenvariante wird für Maschinen mit kleinem Schussvolumen und geringen Abmessungen empfohlen.

Die modifizierte BHP-Düse ist mit einem geradlinigen, durchgehenden Masseflusskanal ausgestattet. Damit lassen sich Scherung und Druckverlust erheblich reduzieren.

Neu im Programm ist eine Schiebeverschlussdüse. Diese Ausführung wird für spezielle Fälle eingesetzt. Der Vorteil liegt in einem druckunabhängigen Schließ- und Öffnungsvorgang. Zentrale Massenführung und minimale Scherbeanspruchung, sowie geringfügigem Druckverlust sind weitere Pluspunkte dieser Düsenausführung.

Für den Bereich der Gasinjektionstechnologie werden Injektoren und Gasmodule geführt. Die Injektoren werden direkt im Werkzeug eingebaut und sind in zwei verschiedenen Größen erhältlich. Das Gasmodul kann entweder als Kopfersatz bei einer HP-Düse eingesetzt werden, oder auch als offene Düse verwendet werden.

Für die kontrollierte Beimischung gewisser Komponenten kann das speziell ausgelegte Eindosierventil verwendet werden. Dieses Ventil wird Anwendungsspezifisch ausgelegt und hergestellt.

Durch den ständigen Kontakt mit den Maschinenherstellern und der verarbeitenden Industrie werden immer wieder Problemstellungen aufgebracht, für welche die Herzog AG projektmäßige Lösungsansätze ausarbeitet.


Fakuma, Halle A1, Stand 1326

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