Eierbox

Eierverpackung aus Kunststoff

Mit dem neu entwickelten Werkzeug gelang es ein Verpackungsteil für sechs Eier mit der sehr kurzen Zykluszeit von 1,9 Sekunden und einer Wanddicke von 0,35 Millimeter zu bauen.

Im Juni des Jahres wurde auf den Ferromatik Milacron Verpackungstagen das nach Herstellerangaben weltweit erste Werkzeug zur Herstellung spritzgegossener Eierboxen gezeigt. Eine Reihe komplexer Werkzeug-Detaillösungen habe man bei der AWM Mold Tech entwickeln und umsetzen müssen, um die Eierbox marktreif zu machen. Am Anfang der Testphase erzielte man demnach 5,2 Sekunden Zykluszeit. Ein entscheidendes Potenzial zu deren Reduzierung liegt in der drastischen Verkürzung der Kühlzeit des dünnwandigen Verpackungsteils. Um das zu erreichen, wurde eine konturnahe, firmeneigene Spezialkühlung eingesetzt. Damit sank die Zykluszeit auf 1,9 Sekunden. Die konturnahe Kühlung wurde mit konventionellen Mitteln designt. Die Einspritzzeit beträgt 0,1 Sekunden bei 450 Millimeter pro Sekunde Einspritzgeschwindigkeit. Zum Einspritzen des PP-Materials wurde eine Mehrfachanspritzung mit einem speziellen Heißkanal-Nadelverschluss gewählt. Aufgeklappt hat die 6-fach Eierbox die Dimensionen 200 × 150 Millimeter bei 24 Gramm Gewicht. Eine weitere Aufgabe war es, die Formkerne und Kavitäten so zu gestalten, dass sie nicht in der Düsenseite hängen bleiben und trotzdem schnell und leicht vom Kern entformt werden können. Dies wurde durch spezielle Formgeometrien der Kern- und Düsenseiten erreicht. Diese spritzgegossene Eierverpackung hat einige Vorteile gegenüber konventionellen Kartonnageverpackungen. Vor allem sind die Eier besser geschützt, da federnd gelagert. Darüber hinaus sind die Boxen direkt auf Paletten stapelbar, was die Logistikkosten reduziert. Und nicht zuletzt kann man die Eier sogar zum Kochen in der Box belassen.

Fakuma Halle 1, Stand 1104

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