Beratung in Kunststofffragen

KuZ etabliert moderne Technologien in der Praxis

Kunststofftechnisches Know-how in die Unternehmen, in die praktische Anwendung zu bringen, Lösungen für Fragen der Kunststofftechnik finden und kurzfristige Dienstleistungen zu erbringen sind einige der Aufgabe des Kunststoff-Zentrums in Leipzig.

2K-Mikro-Moulded Interconnect Devices (MID).

Das seit 1960 etablierte Forschungs-, Technologie-, Prüf- und Weiterbildungszentrum, kurz Kunststoff-Zentrum (KuZ) bietet nach eigenen Angaben umfassendes Know-how in der Thermoplast- und Polyurethanverarbeitung. Es ist demnach in Mitteldeutschland die einzige Forschungs- und Dienstleistungseinrichtung, die als Schwerpunkte ihrer Tätigkeit das Spritzgießen, die Polyurethanverarbeitung und die Verbindungstechnik definiert hat. Zu den damit verbundenen Arbeitsfeldern gehören Konstruktion, Werkzeugtechnik und Abmusterung, Werkstoffentwicklung, Simulation, Fehleranalyse, Kunststoff- und Formteilprüfung.

"Wir sind ein erfahrener Partner der Wirtschaft, wenn praxisbezogene kunststofftechnische Fragen zu lösen sind. Dabei stellen wir den Unternehmen unser Know-how im Rahmen kurzfristiger Dienstleistungen, in gemeinsamen Forschungsprojekten oder in der beruflichen Weiterbildung zur Verfügung", benennt Dr. Peter Bloß, Geschäftsführer des KuZ, die Aufgabenschwerpunkte. Zahlreiche in- und ausländische Unternehmen zählen seinen Angaben zufolge zu Partnern und Auftraggebern für die Entwicklung und Optimierung von Verfahren und Produkten. Ein akkreditiertes Prüflabor und die DVS-Prüfstelle seien wichtige Schnittstellen zum Markt.

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Hybride Technologien für neue Herausforderungen

Innovative Verfahrens- und Funktionsintegration sind die Schlagwörter beim Einsatz der Hybridtechnologie. Mit intelligenten verfahrenstechnischen Lösungen, neuen Werkstoffen, Materialkombinationen, automatisierten Fertigungstechnologien und maßgeschneiderten Fügeverfahren unterstützt die Forschungseinrichtung die Unternehmen bei der Nutzung von Hybridtechnologien. Als Ergebnisse aus Forschungsprojekten mit unterschiedlichen Partnern sind konkrete Einsatzmöglichkeiten verschiedener Verfahrensinnovationen von Kunststoff-Metall- und Kunststoff-Kunststoff-Verbunden entstanden. Lösungen zur Erhöhung von Effektivität und Produktivität bei der Fertigung von Formteilen und Baugruppen zu finden, sind die Ziele bei diesen FuE-Projekten. "Durch die Kombination verschiedener Kunststoffe in einem Formteil lassen sich die Vorteile des Spritzgießverfahrens, die aus der Eigenschafts- und Formvielfalt resultieren, vervielfachen", begründet Dr. Gabor Jüttner, Teamleiter Spritzgießen, die Motivation für die Entwicklung eines Verfahrens zur Herstellung von 3D-Mikro-MID-Strukturen.

Eine Kernkompetenz der Forschungseinrichtung ist die Mikro-Kunststofftechnik bei der unter anderem Technologie-, Werkstoff- und Werkzeugfragen zum Mikrospritzgießen und zum Mikrostrukturieren einen strategischen Schwerpunkt bilden. Ziel sei, diese Kompetenzen auszubauen und das Bearbeitungsfeld zu verbreitern. Auf der K 2013 will das KuZ erstmalig sein neues Applikationszentrum für Mikrokunststofftechnologien - Mika - der Öffentlichkeit vorstellen.

Kleine Teile ganz groß - Mikro-Kunststofftechnik

Mit Formteilgewichten von einem Milligramm bis 10 Gramm wird ein breites Spektrum unterschiedlichster Teileanforderungen bedient. Umfangreiche Erfahrungen in 1K- oder 2K-Technik, mit Einlegeteilen im vertikalen Mikrospritzguss oder mit den unterschiedlichen Materialien ermöglichen anwendungsgerechte Lösungen auf hohem Niveau. Mikrostrukturierungsverfahren von Kunststoffoberflächen komplettieren das Technologiespektrum.

Das Mika versteht sich in erster Linie als Forschungs- und Entwicklungspartner für alle Branchen, in denen mikrokunststofftechnische Lösungen gefordert sind. Von der Idee bis zur Marktreife sollen Lösungen entlang der gesamten Prozesskette entwickelt werden. Das beginnt mit Machbarkeitsstudien und führt bis zur Begleitung in die Serienproduktion.

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