Kunststoffindustrie Thüringen

Thüringen – Standort der Kunststoffindustrie

Zentral Lage und gute Rahmenbedingungen
Die Lage mitten in Europa und moderne Verkehrsinfrastruktur machen Thüringen zu einem Wirtschaftsstandort der schnellen Wege. Neben Unternehmen der Automobilindustrie, aus Maschinenbau, Logistik, Biotechnologie und optischer Industrie profitiert davon vor allem die Kunststoffindustrie und legt ein rasantes Wachstum hin.




Thüringen bildet die Schnittstelle zwischen etablierten Märkten und den aufstrebenden Wirtschaftsregionen Osteuropas. Mehr als 160 Millionen Menschen leben im Umkreis von 500 Kilometern. Im Lieferrhythmus von weniger als acht Stunden erreichen Lkw von hier aus jede deutsche Stadt. Mit 2,7 Milliarden Euro im Jahr 2008 zählt die Kunststoffindustrie in Thüringen nach Angaben der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) zu den stärksten Branchen des Bundeslandes. So betrug das Umsatzwachstum im Jahr 2008 über acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr, von 2002 bis 2008 stieg der Umsatz mit einem Rekordwert von 90 Prozent.

Die überdurchschnittliche Entwicklung der Thüringer Wirtschaft insgesamt beflügelt die etwa 220 vorwiegend mittelständisch geprägten Unternehmen der Kunststoffbranche, die inzwischen rund 15.500 Mitarbeiter beschäftigt. Viele dieser Unternehmen produzieren einerseits leistungsfähige Spezialprodukte für wachsende Nischenmärkte. Andererseits fertigen sie oft für Industriebranchen mit zunehmendem Kunststoffeinsatz wie Automobilindustrie und Maschinenbau. Etwa 50 Prozent des Umsatzes der K-Industrie in Thüringen kommen inzwischen aus dem Export.

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Perspektiven durch Forschung und Entwicklung

Unternehmen der Branche profitieren von den zahlreichen Forschungseinrichtungen in Thüringen mit ihrer industrienahe Forschung. Dazu gehören beispielsweise das Thüringer Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung (TITK) in Rudolstadt mit dem Kompetenzbereich Polymerwerkstoffe in unterschiedlicher Kombination und als Verbund und das Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland (TITV) in Greiz mit dem Kompetenzbereich innovative textile Produkte für neue Einsatzgebiete.

Thüringen ist mit seinen elf Hochschulen in der Ausbildung des Nachwuchses gut aufgestellt. Die Studierenden können unter vielen technischen Studiengängen wählen – darunter mehrere für die Kunststoffbranche interessante. So bieten die Friedrich-Schiller-Universität in Jena, die TU Ilmenau und die Bauhaus-Universität-Weimar gemeinsam den Verbundstudiengang „Werkstoffwissenschaft-Materialwissenschaft“ an. An den Fachhochschulen Schmalkalden und Jena können angehende Ingenieure die Vertiefungsrichtung Kunststofftechnik belegen. Wichtige Impulse für dynamisches Wachstum, Wettbewerbsstärke und Innovationskraft der Thüringer K-Industrie liefert das Thüringer K-Netzwerk Polymermat mit seinen ehrgeizigen Zielen – in der Partnerschaft von Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung. Die US-Studie „The 2008 Global Best to Invest Ranking“ stuft Thüringen sogar als Deutschlands attraktivsten Wirtschaftsstandort ein. Im westeuropäischen Vergleich rangieren lediglich die Ballungsräume Paris, London, Madrid und Katalonien vor Thüringen. Damit gehört Thüringen zu den Top 5 der erfolgreichsten Wirtschaftsregionen Europas. Erstellt wurde dieses Ranking von der US-amerikanischen Fachzeitschrift Site Selection. Das nach eigenen Angaben weltweit führende Magazin im Bereich Location Management wertete in mehreren Studien die wirtschaftliche Attraktivität von weltweit über 1000 Standorten aus. Kriterien bildeten unter anderem die Zahl der angesiedelten Investoren und der geschaffenen Arbeitsplätze. So siedelten sich allein im Jahr 2008 fast 50 Unternehmen in Thüringen an, die rund 3000 neue Arbeitsplätze geschaffen und etwa 500 Millionen Euro investiert haben.

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