Rapidtech

Rapid wachsende Technik

„Neue, kleine und preisgünstige Maschinen liegen im Bereich der generativen Fertigungsverfahren ebenso im Trend wie Materialien mit Beimischungen von Nanoteilchen.“ Diese sorgen für höhere Festigkeiten bezüglich Wärme und Abrieb.“ Damit beschreibt Prof. Dr. Andreas Gebhardt von der Fachhochschule Aachen zwei wichtige Tendenzen einer Technologie.

Beispielhafte Arbeiten, die die Leistungsfähigkeit generativer Verfahren demonstrieren, werden mit Preisen ausgezeichnet.

Von dieser Markteroberung profitierte auch die sechste Ausgabe der Rapidtech, einer Kombination aus Fachmesse und Kongress in Erfurt. Mit 300 Tagungsteilnehmern, 1000 Besuchern und 59 Ausstellern, verzeichnete die Veranstaltung laut Messevorstand Johann Fuchsgruber das bisher beste Ergebnis. Immer mehr Kleinserien und individuelle Endprodukte werden inzwischen generativ hergestellt. Im Fokus stehen nach wie vor die technische Machbarkeit und Finanzierbarkeit. Innerhalb der Zahntechnik beweist sie Tauglichkeit der Technik, weil hier die gesamte Prozesskette geschlossen ist und somit die Infrastruktur stimmt – vom Gebissabdruck beim Zahnarzt, über das Scannen, die Datenerstellung bis zum Modellbau und dem Gießen und Bearbeiten des Implantats. Ähnliche Vorgehensweisen sind jedoch auch in anderen Anwendungen möglich und sinnvoll, vor allem, wenn es um das Erstellen komplexer, individueller Geometrien geht. Schablonen für Gelenke werden bereits heute aus den Daten der Computertomografie generiert und in generativen Verfahren hergestellt.

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Auch die Premiere des Mitteldeutschen Kunststofftags, initiiert vom Polymermat, verlief erfolgreich. Neben technischen Teilen zeigen Unternehmen auch anhand von Schmuck und künstlerischen Arbeiten, welche Komplexitätsgrade und Oberflächenqualitäten die generativen Verfahren beherrschen. Mit Ideen punkteten beispielsweise die Teilnehmer des Student Design Award for Rapid Manufacturing. Als Sieger dieses von der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) bereits zum dritten Mal vergebenen Preises ging Peter Böckel von der Hochschule Coburg mit der Neuinterpretation eines Blasinstruments. Den Sonderpreis – den BMW Group GINA Design Award – sicherten sich die Studenten der Bauhaus-Universität Weimar Max Klimke, Achim Meran und Stefan Trebbin von der Firma SXPCK mit einer Solarskulptur in Form eines Grashalms, der als Straßenleuchte dient.

Den Erfolg der Veranstaltung macht offensichtlich die Kombination aus Fachmesse und Kongress aus, der intensive Gespräche und das Sammeln wirklich relevanter Informationen und Ideen dirket an kompetenter Quelle ermöglicht. In Erfurt gelingt der schnelle, interdisziplinäre Einblick in die geometriefreie Fertigungswelt. Die nächste Rapidtech findet vom 18. bis 19. Mai 2010 in Erfurt statt.

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