Spritzgießteile

Von der Idee bis zur Baugruppe

Entwicklung und Fertigung bilden kompletten Prozess
Innovativ, schnell und einfach ist das CSEasy Adaptersystem für Vollgummireifen, das KTS gemeinsam mit dem Reifenhersteller Continental, Hannover und Korbach entwickelt hat.
Statt stur nach Kundenvorgaben zu arbeiten, müssen Verarbeiter zunehmend eigene Ideen in Kundenprojekte einbringen, um Funktion und Kosten zu optimieren. Das kann gehen bis zu kompletten, patentierten Produkten.


Wer Unternehmen wie Continental, EADS, Siemens, Vaillant und Zeiss beliefern will, muss einige besondere Leistungsmerkmale aufweisen. Denn vor dem fertigen Bauteil oder der Baugruppe stehen bei vielen Aufträgen umfangreiche Vorarbeiten: In der Konstruktion wird mit 3D-CAD-Technik und Moldflow-Simulationssoftware gearbeitet, um Designstudien, Füllanalysen, Zuverlässigkeitsberechnungen, Kollisionstests und das Digitalisieren geometrischer Körper zu ermöglichen. Damit kann KTS Kunststoffteile und Werkzeuge detailgetreu planen, entwickeln und auf dieser Grundlage fertigen. Basis für diese Produktion ist ein Park von Spritzgießmaschinen mit Schließkräften zwischen 150 und 6500 kN. Hier lassen sich Teile kleiner 1 Gramm bis etwa 3000 Gramm aus Thermoplasten produzieren. Der eigene Werkzeug- und Formenbau liefert die Spritzgießformen bis etwa 800 Millimeter Kantenlänge. Für die Montage komplexer Bauteile verfügt das Unternehmen über EGB-geschützte Räume. Durch Ultraschallschweißen, Heißprägen, Tampondruck, Warmverformen und Montage von Metallkontakten werden die komplexen Bauteile veredelt. Die Abnehmer rekrutieren sich aus Branchen wie Elektrotechnik und Elektronik, Telekommunikation, Automobilindustrie und Medizintechnik.

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Vom Kundenprojekt zum Eigenprodukt

Innovationsfähigkeit in Kundenprojekten zu beweisen ist die eine Sache, komplette Produkte zu entwickeln die andere. Hier ist der Verarbeiter den Weg gegangen, die Kompetenzen in der Prozesskette für ein solches Produkt zu nutzen: Im Juni 2008 erhielt es den IQ Innovationspreis Mitteldeutschland in Silber des Clusters Chemie/Kunststoffe für das CSEasy Adaptersystem für Vollgummireifen, das gemeinsam mit dem Global Player Continental-Industriereifen entwickelt wurde. Erstmals übernehmen Kunststoffteile die Kraftübertragung zwischen der Lauffläche des Gummis auf der Fahrbahn und der Felge beziehungsweise Achse. Die Vorteile liegen auf der Hand. Die konische Form des Adapters und die Verschraubung sorgen für den optimalen Felgensitz, die Kunststoff-Gummi-Kombination ermöglicht eine höhere Laufleistung und aus einem geringeren Rollwiderstand erwächst eine Energie-Einsparung. Hinzu kommt das einfache und schnelle Wechseln des Reifens. Nur weniger Handgriffe und eines Drehmomentschlüssels bedarf es dafür. Das aufwändige und maschinenabhängige Aufpressen des Reifens mit Montagepressen entfällt.

Zu sehen ist das auf der Euromold 2008 in Halle 8.0, Stand N18.

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