Standort Sachsen-Anhalt für die K-Industrie

Die Kunststofffamilie in Sachsen-Anhalt

Eine innovationsfähige Branche wird gefördert
IMG-Geschäftsführer Dr. Carlhans Uhle kann sich einmal mehr über erfolgreiche Ansiedlungen Kunststoff-affiner Unternehmen freuen.
Spritzgegossene Photovoltaikmodule, elektrisch leitfähige Polymere für elektronische Komponenten, naturfaserverstärkte Wood-Plastic-Composites oder Elastomer-Nanokomposite für den rutschfesten Automobilreifen sind nur einige Beispiele aktuell laufender innovativer Entwicklungen aus Sachsen-Anhalt.

Zufall ist die Ansiedlung innovationsfreudiger Unternehmen der K-Branche in Sachsen-Anhalt nicht: Hier setzen die Menschen traditionell auf den „Zukunftsstoff“: Bereits 1937 wurde der erste Synthesekautschuk in Schkopau entwickelt.

Heute ist die Kunststoffindustrie mit rund 100 Unternehmen und mehr als 9000 Mitarbeitern eine der stärksten Industriezweige im Land. Und sie wächst weiter: Erst im Juni dieses Jahres hat Dow Automotive, ein Geschäftsbereich der weltweit tätigen The Dow Chemical Company, eine neue Produktionsstätte für Spezialklebstoffe in Schkopau eröffnet; 180 neue Arbeitsplätze sind entstanden. Am mitteldeutschen Dow Standort werden künftig alle Karosserie- und Scheibenklebstoffe für den Zubehör- und Ersatzteilmarkt in Europa und angrenzende Regionen sowie für die Erstausstattung im Automobilbau hergestellt.

„Global Player wie Dow Chemical tragen maßgeblich zur positiven Entwicklung des mitteldeutschen Chemiedreiecks bei. Durch Investitionen in Milliardenhöhe ist eine der modernsten Chemieregionen Europas entstanden. Dazu gehört nun auch die neue Produktionsanlage von Dow Automotive am Standort Schkopau. Die hier hergestellten Hightech-Klebstoffe sollen dazu beitragen, Autos leichter und zugleich sicherer zu machen – zwei gute Argumente für die weltweit unter erheblichen Strukturanpassungsdruck stehende Automobilbranche“, würdigte Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff das Engagement von Dow in Mitteldeutschland.

Anzeige

Mit diesem Unternehmen hat die Region einen guten Fang gemacht: Dow ist nach eigenen Angaben das weltweit einzige Unternehmen, das sowohl hochleistungsfähige Kunststoffe und Schäume als auch Klebstoffe für den Automobilbau anbietet. Dies gilt vor allem für die speziell auf die Bedürfnisse einzelner Autohersteller abgestimmten Klebstoffe auf Basis von Polyurethan und Epoxid, die künftig unter anderem in Schkopau hergestellt werden.
Erst im vergangenen Jahr hatte sich der laut Unternehmensangaben weltweit größte Hersteller für Kunststoffmaschinen für den Standort entschieden: Kraussmaffei. Von seinem neuen Vertriebs- und Servicecenter in Schkopau betreut das Unternehmen Kunden in Mitteldeutschland. Gelockt haben wohl die guten Bedingungen vor Ort, allen voran das Fraunhofer Pilotanlagenzentrum für Polymersynthese und -verarbeitung (PAZ). Es stellt eine nach eigenen Angaben europaweit einzigartige technische Infrastruktur zur Verfügung, die die kundenspezifische großtechnische Erprobung von Synthesen und die darauf abgestimmte Kunststoffverarbeitung unter einem Dach gestattet.

Neben dieser interessanten industriellen „Nachbarschaft“ spielt bei der Wahl des Ansiedlungsorts vielleicht auch das durchaus attraktive Lebensumfeld in Sachsen-Anhalt. Hier hat das Bundesland mit seinem hohen Freizeitwert, mit einem breiten kulturellen Angebot in den verschiedenen Städten und sehr guter Verkehrsinfrastruktur einige Pluspunkte aufzuweisen. Und die spielen bei der Mitarbeitergewinnung – und beim Halten der Mitarbeiter – eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Lebensmittelverpackungen, Getränkeflaschen, Klappstühle, Fensterrahmen – Kunststoff ist allgegenwärtig. Und immer mehr der anspruchsvollen Produkte der Branche kommen aus der Region Sachsen-Anhalt. Die Investition von Dow Automotive in Schkopau unterstreicht die Wichtigkeit des Standortes Mitteldeutschland für Dow – als Brücke zu den wachsenden Märkten in Osteuropa und mit direkter Anbindung zu führenden Automobilherstellern und Zulieferern in dieser Region“, kommentiert Rudolf Lamm, Geschäftsführer Dow Olefinverbund, die Bedeutung dieser wichtigen Investition.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige