K-Industrie in Österreich

Eins zu zehn

ist das Verhältnis der Bevölkerungszahlen von Österreich zu Deutschland. Dementsprechend unterschiedlich sind die verfügbaren nationalen Marktgrößen für Unternehmen der Kunststoffbranche. Zudem verfügt Österreich über keine Automobilindustrie in größerem Maßstab, die in Deutschland nicht nur mengen- sondern auch innovationsmäßig zu den treibenden Kunden gehört.

Umso erstaunlicher ist die Aktivität der österreichischen K-Branche. Innovative Werkstoffentwicklungen, eine Fülle unternehmensübergreifender Projekte zur Verbesserung von Verfahren, Produkten, Logistik und Rahmenbedingungen, eng in die industriellen Aktivitäten eingebundene Hochschulen und Institute – die auch umsetzbare Ergebnisse liefern. Das wird ausgesprochen geschickt und effizient nach außen, also über die Landesgrenzen hinaus, kommuniziert.

Allerdings ist Kommunikation nicht alles. Wer sich interessiert, dem muss auch ein attraktives Angebot unterbreitet werden. Und hier sind staatliche und halbstaatliche Einrichtungen aktiv, um das Thema Kunststoff als zukunftsträchtige Branche sehr gezielt zu fördern, bis hin zur cleveren Ansiedlungspolitik an attraktiven Standorten. Einholen von Genehmigungen, Klären von Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten, Suche nach Kooperationspartnern und die Einbindung des Unternehmens in die starken Netzwerke und Cluster auch angrenzender Branchen machen die Region interessant für in- und ausländische Investoren.

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Ergebnis der klar fokussierten Aktivitäten ist eine nach außen recht geschlossen auftretende und ihre Stärken heraushebende Branche, die offensichtlich auch in Zukunft auf prosperierende Kundenbeziehungen weltweit setzt. Trotz der vergleichsweise kleinen nationalen Märkte könnte sich die österreichische K-Branche in den nächsten Jahren also durchaus überproportional entwickeln.

Wir werden unsere Nachbarn im Auge behalten – und auch weiterhin berichten.

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