Motan Innovation Award

Preisgekrönte Kunststoff-Innovationen

Die Gewinner stehen fest: Drei neue Entwicklungen im Bereich Materials Handling wurden während der Fakuma mit dem Motan Innovation Award (mia) ausgezeichnet.

Verleihung des mia-Awards 2018 mit den Preisträgern (links), drei der vier Jury-Mitglieder sowie Sandra Füllsack und Carl Litherland. © Motan

Die Jury, ein vierköpfiges Gremium aus Experten von Hochschulen und Instituten, hatte nach intensiver Bewertung bereits im Juli sechs Ideen für den Award nominiert. Die drei nun prämierten Projekte überzeugten mit Innovationshöhe, Relevanz für die Praxis in der Kunststoffindustrie sowie der Umsetzbarkeit und Marktchancen.

Gravimetrischer Absaugkasten
Der von Reinhard Herro entwickelte Gravimetrische Absaugkasten (GAK) ist ein neues System zur Durchsatzerfassung mit Chargenrückverfolgbarkeit für Saugfördersysteme. Er misst alle Maschinendurchsätze direkt an der Materialquelle und ersetzt damit den bisher üblichen Messvorgang am Verbraucher. Mit nur einem Messsystem können sicher die Durchsätze an den Verbrauchsstellen angegeben werden.Darüber hinaus ergeben sich mit dem GAK völlig neuartige Möglichkeiten für die Steuerung und Überwachung von Saugförderanlagen, denn viele Prozesse laufen automatisiert ab. So wird beispielsweise die für die Fördergeräte optimale Füllmenge automatisch generiert und ein Überfüllen verhindert. Die Jury honorierte auch, dass mit der Erhöhung des Automatisierungsgrads eine Erhöhung der Betriebssicherheit der Anlagen einhergeht. Reinhard Herro erhält für seine innovative Entwicklung ein Preisgeld von 10 000 Euro.

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App-Entwicklung auf zweitem Rang
Weitverzweigte Industrieanlagen optimal zu bedienen, erfordert das schnelle und präzise Abrufen aktueller Statusinformationen. Die neue App von Philipp Mählmeyer setzt an diesem Punkt an: Über eindeutige, maschinenlesbare Codes (QR-Codes) an den Aggregaten visualisiert sie die benötigten Daten auf einem mobilen Endgerät. So kann jeder Bediener Statusinformationen nicht nur unkompliziert abfragen, sondern die damit verbundenen Prozesse auch steuern. Mithilfe des mobilen Endgeräts lassen sich lokal am Aggregat zum Beispiel mechanische Einstellarbeiten, Kalibrierungen und Servicearbeiten durchführen. Großes Plus von Mählmeyers App: Der Installationsaufwand und die Kosten sind gegenüber anderen Systemen gering, wenn die nötige Anlagentechnik vorhanden ist und die Steuerungen bereits über ein Netzwerk angesprochen werden können. Außerdem ermöglicht ein Rechtesystem die auf den Anwender zugeschnittene Visualisierung auf dem mobilen Endgerät. So werden etwa einem Service-Mitarbeiter andere Live-Werte angezeigt als einem Anlagenbediener. Dieses Projekt honoriert Motan mit 6000 Euro Preisgeld.

Schneller zur Versorgungstrasse
Mit dem hochflexiblen System Metro-Lay lassen sich Versorgungstrassen sehr unkompliziert und effizient verlegen. Das von Bernd Michael kreierte Kunstwort setzt sich zusammen aus den Begriffen Metro als Produktname der Motan-Fördersysteme, und Lay als Hinweis auf den weltweit größten Gerüsthersteller Layher. Die Entwicklung besteht vor allem aus zwei Bausteinen: dem Gerüstsystem Layher Allround, das als Tragkonstruktion für Rohrleitungstrassen dient, und neu entwickelten Steckmodulen für die schnellere und sichere Aufnahme von Material- und Vakuumleitungen. Die Kombination dieser beiden Komponenten verkürzt die Montagezeiten und reduziert die Montagekosten. Auch wertvolle personelle Ressourcen können durch das verständlich aufgebaute System geschont werden. Bernd Michael freute sich über 4000 Euro Preisgeld.

Preisträger im Dornier Museum gekürt
Die Siegertrophäen überreichten Sandra Füllsack, CEO und Carl Litherland, CMO der Motan Gruppe und die Jurymitglieder auf der offiziellen Preisverleihung am 18. Oktober im Dornier Museum Friedrichshafen. Die Preisgelder stiftet die Motan Holding, sie unterstützt die Gewinner außerdem bei der Patentanmeldung und der Entwicklung der eigenen Erfindung bis hin zur Marktreife.

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