Taumelreaktoren

Eigenschaften von Polyestern und von Polyamiden verbessern

Um die Eigenschaften Technischer Kunststoffe, bedarf es einer maßgeschneiderten Anlagentechnik. Die soll während der Chinaplas Thema sein – von Vakuumreaktoren unterschiedlicher Größe bis zu schlüsselfertigen Produktionslinien zum Recycling polymerer Wertstoffe, wie dem Bottle-to-Bottle-Recycling von PET.

Ein wichtiger Anlagenbaustein in diesem mehrstufigen Prozess ist der OHL-Taumelreaktor, ein beheizbarer und evakuierbarer Rotationsreaktor. Bei der PET-Aufbereitung wird darin zum einen das Regranulat von flüchtigen Verunreinigungen befreit (dekontaminiert), zum anderen findet gleichzeitig eine Nachkondensation (Erhöhung der intrinsischen Viskosität IV) statt. Das mit dem OHL-Prozess gewonnene rPET hat laut Anlagenbauer Protec einen Acetaldehydgehalt unter 1 ppm und Stoffeigenschaften wie PET-Neuware. Der „Non-Objection Letter“ der nordamerikanischen Zertifizierungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) bescheinigt demnach die Unbedenklichkeit des so gewonnenen PET-Rezyklats für den direkten Lebensmittelkontakt.

Durch präzises Steuern der Parameter Temperatur, Vakuum und Zeit werden Granulate – Rezyklate oder Neuware – im Taumelreaktor individuell, je nach technischen Vorgaben und Kundenanforderungen, auf die geforderte Qualität gebracht. So seien beim Nachkondensieren von Polyestern IV-Werte größer 1,2 dl/g erzielbar, wie sie beispielsweise für technische Applikationen erforderlich sind. Neben der Aufbereitung von PET, sowohl zur Gewinnung von hochwertigem rPET als auch zum Nachkondensieren von PET-Neuware, dient der Taumelreaktor gleichermaßen zur Dekontamination und Nachkondensation von anderen Polyestern wie PBT oder PEN und von Polyamiden wie PA6 und PA66. Außerdem kann er zur Trocknung granulatförmiger Produkte in der chemischen und pharmazeutischen Industrie genutzt werden. Der geregelte Batch-Prozess soll stets gleichmäßige Produkteigenschaften wie Materialviskosität und Reinheit garantieren.

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