Kunststoffe für den Fahrzeugbau

Verbundwerkstoffe – Produktionsabfälle verwerten

Glasfaserabfälle sinnvoll nutzen – das ist die Idee bei der Entwicklung von Produkten für die Wasser- und Abwassertechnik.

Zu 90 Prozent aus Recyclingmaterialien bestehen laut Anbieter Komponenten für die Abwasserentsorgung. Der Verbundwerkstoff eigne sich als vollwertiger Ersatz des üblicherweise für Kanaldeckel, Kanalisationsschächte, Zugangsklappen und andere Bauteile verwendeten Gusseisens. Die Substitution von Metall zur Reduzierung des Gewichts, der Komplexität und der Kosten ist auch hier eine Herausforderung für glasfaserverstärkte Verbundwerkstoffe. Neben diesen Eigenschaften wurden zwei weitere Forderungen berücksichtigt: Schlagzähigkeit und Witterungsbeständigkeit. Formbeständigkeit zwischen –40 und 70 Grad Celsius sowie die Beständigkeit gegen Salze und Reiniger seien gegeben. Das Ergebnis ist eine Produktreihe aus einem mit 50 bis 60 Prozent Glas verstärkten duroplastischen Material. Durch die Verwendung von 90 Prozent Recyclingmaterial lassen sich die Kosten im Vergleich zu Gusseisen um den Faktor 5 verringern – bei deutlich besserer Haftung mit Asphalt und Beton.

Genutzt wird in der Produktion ein Verfahren, in dem das recycelte Material gemahlen und gemischt wird. Geeignet ist das für PVC-Rohre, Verbindungsstücke und Inspektionsgruben. Die Produkte sind laut Hersteller von den belgischen Wasserbehörden zugelassen, wodurch sicherlich viele neue Einsatzmöglichkeiten ergeben.

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