Kunststoffe für den Fahrzeugbau

TPE vermindert Gebrauchsspuren

Ein spezielles TPE-Compound wurde hinsichtlich besonderer Robustheit gegen Kratzer und Schleifspuren aus Berührungen mit Fremdkörpern wie Bordsteinkanten optimiert.

Autoschürzen, die bei welligen Fahrbahnen und eher robuster Fahrweise gelegentlich mit der „Umwelt“ unfreiwilligen Kontakt aufnehmen bieten laut Werkstoffanbieter typische Anwendungen für dieses TPE-Compound. Die vor allem der Aerodynamik wegen eingesetzten langen Spritzgießbauteile, eingesetzt als Front- oder Seitenschürzen, verringern sie nicht nur den cw-Wert des Autos und Windgeräusche, sondern schützen auch die Stoßfänger vor Schäden beim Einparken an hohen Bordsteinkanten, an Gehwegen und auf Parkplätzen. Das Elastomer Sarlink K-156 bietet demnach eine gute Balance zwischen Steifheit und Elastizität, die nötig ist, um Stößen gegen diese Objekte standzuhalten.

Das Compound ist bereits bei einigen Fahrzeugtypen von Renault und Volkswagen im kommerziellen Einsatz. Für weichere Lösungen wurden besonders fließfähige Varianten entwickelt, die Citroën, Peugeot und Toyota einsetzen. Die weitere Verbreitung, vor allem in den genannten Anwendungen wie Autoschürzen, Schutzleisten und Schmutzfängern erwartet der Anbieter. Auch deshalb, weil das Elastomer aggressiven Bedingungen wie Dauersprühnebel, Straßensalz, UV-Strahlen und Temperaturen bis –40 Grad Celsius standhalte.

Die Entwickler des Compounds haben ihm vergleichsweise hohe Festigkeit und eine gute Fließfähigkeit mitgegeben, was bei Autoschürzen mit bis zu 1,8 Meter Länge und dünnwandigen Bereichen vorteilhaft ist. Und da dieses Elastomer mit anderen Polyolefinen kompatibel sei, bilde es beim Mehrkomponenten-Spritzguss mit steifem Polypropylen eine feste Schmelzverbindung. Dies erübrige einen Montageschritt, senke das Gewicht durch Bauteilkonsolidierung und ermögliche ein Recycling des gesamten Bauteils, ohne es trennen zu müssen.

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige