Kunststoffe für den Fahrzeugbau

TPV soll die Kosten senken

Eine Dichtungsanwendung spiegelt den Trend wider, duroplastische EPDM-Gummis mit Hochleistungs-TPV-Elastomeren zu ersetzen, so die Verarbeitung zu vereinfachen und das Recycling zu verbessern.

UV-beständige Compounds thermoplastischer Vulkanisate (TPV) ermöglichen laut Hersteller bei den Dachdichtungen des neuen siebensitzigen Mehrzweckfahrzeug M6 des chinesischen Herstellers BYD Auto weitere Gewichts- und Kosteneinsparungen. Die Dichtungen verlaufen längs des Fahrzeugdachs und haben auch designerische Aufgaben. Hergestellt werden sie durch Coextrusion von Compounds mit 87 und 65 Shore A auf einen Blechstreifen. Die Dichtungen werden während der Fahrzeugmontage eingesetzt. Diese Compounds sind mit sehr kautschukähnlichen Eigenschaften ausgestattet, aber wie jeder andere Thermoplast mit hohen Durchsatzraten verarbeitbar. Das Eigenschaftsprofil enthalte eine hohe Ermüdungsfestigkeit, Wärmebeständigkeit, Schlagfestigkeit und Beständigkeit gegen Chemikalien, Ozon und UV-Strahlung sowie einen geringen Druckverformungsrest.

Diese TPV-hergestellten Dichtungen ersetzen duroplastischen EPDM-Kautschuk, der oft bei Fahrzeug-Außendichtungen verwendet wird. Sie sind laut Hersteller Sarlink 25 Prozent leichter. Außerdem sprechen wirtschaftliche und umweltbezogenen Aspekte für die Verwendung von Thermoplasten: Sie erübrigen den arbeits- und energieintensiven Vulkanisierungsschritt. Zudem ist der Produktionsausschuss wieder verwertbar. Geliefert wurde in diesem Fall nicht nur das Material, sondern Prozesswissen wie Ratschläge zur Auslegung der Werkzeuge, zum Extrusionsprozess und zur Fertigungslinie.

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