Kunststoffe für den Fahrzeugbau

Polypropylen unter der Haube

Kunststoffe ersetzen nicht nur Metalle, es substituieren sich auch verschiedene Arten erfolgreich untereinander.

Vor allem Anwendungen im Motorraum stellen hohe Anforderungen an die verbauten Werkstoffe. Eines der präferierten Materialien ist Polypropylen. Beim Kongress Kunststoffe im Automobilbau gezeigt werden soll ein Laufansaugkrümmer (AIM) aus glasfaserverstärktem PP, der nun für alle 1,4 und 1,6 Liter Motoren in Golf, Polo, Seat und verschiedenen Skoda Typen eingesetzt wird. Das Bauteil wird im Spritzguss aus Xmod GB306SAF, einem mit 36 Prozent Glasfaser verstärkten Hochleistungsverbundstoff hergestellt. Bisher wurden solche Anwendungen von glasfaserverstärktem Polyamid dominiert.

Das Material ist laut Anbieter speziell auf die Anforderungen für Luftansaugkrümmer und andere technische Anwendungen unter der Motorhaube abgestimmt, wo es Belastungen sowie Spitzentemperaturen bis 140 Grad Celsius, kontinuierlichen Vibrationen sowie den Kontakt mit heißen Öl und Chemikalien standhält. Darüber hinaus soll das Material die Produktionskosten-Effizienz, dank geringerer Verarbeitungstemperaturen und der niedrigeren Dichte verbessern. Das Teilegewicht sinke signifikant; im Vergleich zu Polyamid seien die Produkte um bis zu 15 Prozent leichter. Das ist besonders vor dem Hintergrund der CO2-Diskussion, aber auch unter Kostengesichtspunkten ein interessanter Ansatz.

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige