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MärkteKein Licht am Ende des Tunnels

Angesichts nicht enden wollender Hiobsbotschaften aus der nationalen und internationalen Wirtschaft hielt Dr. Peter Orth, Hauptgeschäftsführer Plastics Europe Deutschland e.V., anlässlich des Fachpressetages Central Region 2009 am vergangenen Donnerstag spontan und ungeplant die Eröffnungsrede. Zum neunten Mal hatte der Verband die Presse ins Verbandshaus der Chemischen Industrie (VCI) in Frankfurt am Main geladen. 15 Journalisten waren der Einladung gefolgt. Ihnen vermochte auch der Verbandschef keine Hoffnung auf eine baldige Besserung der Lage zu machen. Im Gegenteil. Das vierte Quartal des vergangenen Jahres habe in den Bilanzen vieler Unternehmen eine Delle bisher ungekannten Ausmaßes hinterlassen, die nicht so schnell auszubügeln sei. Während in der Kunststoffindustrie vielerorts Kurzarbeit auf der Tagesordnung stehe, würden sich dieser Tage viele Produkte der weiterverarbeitenden Industrie schlicht als unverkäuflich entpuppen. Hier sei Innovationsgeist gefragt. Staat und Banken rief der Verbandschef auf, das benötigte Geld zur Verfügung zu stellen. „Wir haben es hier zum ersten Mal mit einer echten globalen Finanzkrise zu tun“, so Orth. Sie zu überwinden werde, selbst bei einem moderaten Wirtschaftswachstum, Jahre in Anspruch nehmen.

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Märkte: Kein Licht am Ende des Tunnels

Im Anschluss informierte Dr. Rüdiger Baunemann, Leiter des Geschäftsbereiches Kunststoff und Verbraucher und Geschäftsführer des Verbands, über die nach wie vor unbefriedigende Rolle, die moderne und innovative Kunststoffprodukte gegenüber alternativen Werkstoffen wie Holz und Metall im Bausektor spielen. Um dem Mauerblümchendasein auf dem Bau ein Ende zu setzen, hat der Verband eine Studie in Auftrag gegeben, die Gründe hinterfragt und Vorschläge zur besseren Positionierung der Kunststoffe in diesem Markt entwickelt. Auf der Agenda des Fachpressetages standen weiterhin Vorträge zum europäischen Emmissionshandel (Dr. Jörg Rothermel), zum Abfallmanagement (Dr. Ingo Sartorius) und zum Einsatz nachwachsender Rohstoffe bei der Kunststoffproduktion (Dr. Sabine Lindner). Abgerundet wurde der Tag mit aktuellem Zahlenmaterial aus der Central Region (Frank Schnieders, Claus-Jürgen Simon) sowie Ausführungen zur Kommunikationsarbeit des Verbands im laufenden Jahr (Kurt Stepping).

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