Editorial

12 Hallen…

…und jede im Durchschnitt fast so groß wie ein Fußballfeld, gilt es zu bewältigen beim Marsch durch die Fakuma. Einige Hilfestellungen werden Sie in dieser Zeitschrift finden: Interessante Produkte, Dienstleistungen und Themen haben wir für Sie herausgesucht und aufbereitet. Und damit sie die auch problemlos finden, haben wir Hallen- und Standnummer der jeweiligen Anbieter ergänzt.

Neben den Innovationen bei Technologien und Werkstoffen wird der Fakuma – in diesem Jahr noch mehr als sonst – die Funktion eines Stimmungsbarometers zukommen. Veranstalter Paul Eberhard Schall geht angesichts des komplett ausgebuchten Geländes davon aus, dass sich die Branche trotz der aktuell leicht getrübten Aussichten in Märkten wie der Automobilindustrie noch immer in ausgezeichneter Verfassung befindet. Sicher wird die Fakuma kein einheitliches Stimmungsbild ergeben, aber ein Trend, zumindest ein Eindruck wird sich im Laufe des Messebesuchs, in Gesprächen mit Anbietern und anderen Besuchern, ergeben.

Wie immer das im Einzelfall aussehen mag – sicher ist, dass die Innovationsgeschwindigkeit trotz des hohen Niveaus in Teilen nach wie vor atemberaubend ist. Sicher, nicht alles, was technisch möglich ist, kann sofort wirtschaftlich umgesetzt werden. Aber es gibt immer auch Abnehmerbranchen, die mit ihren Produkten unter Zwängen – wie Gewichtseinsparungen – stehen und eher bereit sind, solche Technologien zu forcieren. Und damit werden sie erfahrungsgemäß kurz- oder mittelfristig auch für andere interessant. Es gilt also, die Augen jetzt offen zu halten, sich frühzeitig um Entwicklungen zu kümmern, und die Phantasie spielen zu lassen. Und das geht zu zweit oder in der Runde oft besser. Damit sind wir bei dem aus meiner Sicht größte Vorteil von Messen wie der Fakuma: Hier haben wir die Möglichkeit, auf kurzen Wegen mit vielen Menschen Ideen zu generieren, „Auge in Auge“ zu diskutieren und zu bewerten. Und wenn beim Gespräch nur heraus kommt, dass ein Ansatz definitiv nicht zum Erfolg führen wird, ist auch das eine wichtige Erkenntnis, die eventuell aufwendige eigene Recherchen erübrigt.

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Falls Sie die Fakuma besuchen, wünsche ich Ihnen eine gute Anreise. Auch wenn es nahezu zwölf Fußballfelder sind, sehen wir uns vielleicht am Bodensee. Wenn Sie mit uns, den Machern des Kunststoff Magazins, sprechen möchten, besuchen Sie unseren Fakuma-Stand 1125 in Halle B1.

Meinolf Droege

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