Kommentar

Meinolf Droege,

Droege empfiehlt …

… einen dreidimensionalen Blick auf das Handwerk in unserem Land: Jahrhunderte alte Kunst, aus wenigen Materialien etwas Wertbeständiges für Generationen zu schaffen gehört dazu. Viele Fachwerkhäuser, gebaut aus einfachsten Materialien, geben Menschen seit dem Mittelalter Schutz und Geborgenheit. Bis ein ganz Schlauer, zu faul zum gelegentlichen Pinselschwingen, die Außenwände mit Eternit- oder Blechschindeln zunagelt: Der feuchtebedingte Verfall folgt auf dem Fuße, wie in diversen historischen Innenstädten bis heute zu besichtigen.

Droege empfiehlt einen dreidimensionalen Blick auf das Handwerk in unserem Land. © Kegelmann Technik

Was nicht heißt, dass Handwerk nicht fähig ist, sich weiter zu entwickeln. Über Sinn und Unsinn des Nachbaus prachtvoller historischer Häuser in der Altstadt Frankfurt am Main streiten seit Jahren Architekten, Städteplaner und Sonstige mit dem Glauben an den eigenen guten Geschmack. Unbestritten ist die überwiegend hochwertige handwerkliche Ausführung. Dass die pfiffigen Gesellen und Meister durchaus einen Blick für die Verbindung ihrer alten Kunst mit moderner Technologie haben, zeigt ein nettes Detail am Geschäftshaus Würzgarten, eine individuelle Beleuchtung an der Fassade. Die Elemente der individuellen Beleuchtung an der Fassade entstanden im 3D-Druck. Wäre Ihnen als Besucher das aufgefallen?

Womit einmal mehr zwei Erkenntnisse einhergehen: Manche Handwerker verstehen es, gewachsenes Wissen und High-tech gewinnbringend zu verbinden. Und 3D-Druck ermöglicht phantastische Lösungen – demjenigen, der genug Phantasie hat.

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