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EditorialIhre Schatten…

…unter unsere Augen geworfen hat die K 2013 schon lange bevor sie begonnen hat: Die Dichte der Informationsveranstaltungen für die Presse hat uns in den letzten Wochen sprichwörtlich in Bewegung gehalten.

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Schlagworte wie Effizienz, neue designerische Chancen oder Kosten tauchen in Vorträgen und Gesprächen einigermaßen regelmäßig auf und - als eines der künftigen potenziellen Wachstumsfelder für Innovationen der Werkstoff- und Produktionstechnik gleichermaßen - die E-Mobility. Die Schreibweisen weichen leicht voneinander ab, Hoffnungen und Erwartungen sind die gleichen: Dass sich hier ein gewaltiger Absatzmarkt bildet, der dank künftiger staatlicher Deckelung der durchschnittlichen CO2-Emmision hohe Anstrengungen in elektrische Antriebe, Lade-Infrastruktur und den Leichtbau erfordern, und damit zusätzliche Investitionen in Entwicklung und Produktion auslösen.

Lustigerweise hat nach einer – weder vollständigen noch repräsentativen – Befragung der Kollegen kein einziger ein Elektrofahrzeug in der Garage stehen, außer dem einen oder anderen E-Bike. Das ist allerdings in fast allen Fällen ein Pedelec – und arbeitet damit als so eine Art Hybrid: Die Energie kommt aus der Steckdose und des Nutzers Waden. Bislang dürfte in Deutschland nur eine dreistellige Zahl an elektrisch angetriebenen Pkw an Endkunden verkauft worden sein, dazu kommt eine etwas größere Zahl von Hybrid-Pkw. Zwar kündigte VDA-Präsident Matthias Wissmann für das zweite Halbjahr 2013 und für 2014 deutlich steigende Verkaufszahlen für Elektroautos und 16 neue E-Modelle von deutschen Herstellern an, die Situation wird das aber kaum ändern. Auch wenn ich davon ausgehe, dass er nicht Modelle sondern Fahrzeugtypen meint, gründen sich die hohen Erwartungen also eher auf Ankündigungen der Politik als auf echter Nachfrage.

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Trotzdem: Werden die Themen „grüne“ Energieerzeugung, Lade-Infrastruktur und Fahrzeugbau als Paket gesehen und entwickelt, hat die Technologie gute Chancen, den etablierten Technologien einen zunächst kleineren Anteil abzunehmen. Das Thema Leichtbau, als eines der Kernelemente des erfolgreichen Elektroautos identifiziert, ist jedoch davon unabhängig schon weit vorangeschritten: Enorme Anstrengungen zur Gewichtsreduktionen in konventionell angetriebenen Fahrzeugen halten das Innovationstempo auf einem hohen Level. Und das hat, auch wenn der Fokus der – politischen – Öffentlichkeit sich lieber auf den reinen Elektroantrieb richtet, in den letzten Jahren einen Schub an Investitionen in entsprechende Verfahrentechnologien bewirkt und wird das auch weiterhin tun. Hier haben die Kunststofftechniker in vielen Anwendungen die Nase weit vorn.

Zur K 2013 wird an etlichen Messeständen Elektrofahrzeuge als Blickfänger zu sehen sein. Die aktuellen Innovationen finden aber auch und besonders an anderer Stelle statt. Beides ist spannend - und wird es bleiben.

Meinolf Droege, Chefredakteur
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