Meinung

Klartext

Dass Marketingsprech gelegentlich ganz eigenen Gesetzen folgt, dürfen wir in der Redaktion täglich bestaunen - und in ein allgemeinverständliches Deutsch transferieren. Eine meist interessante Aufgabe, gelegentlich aufwendig und manchmal sogar fast unmöglich. Die "gelungene Klartextanzeige mit Symbolen" - bereits ein Widerspruch in sich - aus der Beschreibung eines Granulattrockners entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Display, dessen Wortschatz sich auf An, Betrieb und Störung beschränkt sowie per LED den Stand-by-Betrieb anzeigen kann. Diese Information aus der Feder des sicher eifrigen Praktikanten eines vermutlich technisch weniger belichteten Werbechefs in Klartext zu übersetzen, verbietet des Redakteurs Höflichkeit.

Lohnender scheint es uns, substanzielle Berichte aus der Praxis für Sie aufzubereiten, beispielsweise den Einsatz des Lasersinterns zur Fertigung einer wirklich innovativen Automatisierungskomponente für eine sehr spezielle Applikation. Gleiches gilt für die detaillierte Beschreibung des Projekts zur Modernisierung einer Kugelstrahlanlage zur Entgratung von Duroplastteilen. Hier reden die Autoren Klartext, beschreiben die Herausforderungen und Wege zur Problemlösung sowie Ergebnisse und Nutzen. Ähnliches gilt für die sachgerechte Beschreibung neuer oder weiterentwickelter Produkte und Verfahren - das Aufbereiten solcher Informationen in eine lesegerechte Form bringt echten Nutzen.

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Schon jetzt möchte ich Sie auf die Oktober-Ausgabe des Kunststoff Magazins hinweisen: Sie erscheint mit erheblich erhöhter Auflage im Vorfeld der Fakuma und wird rechtzeitig an namentlich bekannte Leser versandt. Das Heft bietet einen Überblick über viele Exponate der Messe - und zeigt, wo sie zu finden sind.

Meinolf Droege

Chefredakteur Kunststoff Magazin

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