Kommentar

Droege empfiehlt einen Blick …

… auf eines der liebsten Laster im Lande, nämlich den herzhaften Zug an der – hoffentlich versteuerten – Kippe. Schwer haben es die Rauchliebhaber. Schon länger müssen sie vor die Tür wenn sie drinnen rauchen wollen oder, eindrücklicher formuliert: Raucher haben immer gutes Wetter. Und der steten Teuerung ihres Genussmittels können sie nur mit verstärkter Handarbeit Paroli bieten. Fluffiger, gut koordinierter Arbeit beider Hände sei Dank, entsteht mehr oder weniger fein gedrechseltes Rauchwerk. Regelmäßige Finger-Gymnastik hilft gegen Gichtgriffel und Aufenthalte an der frischen Luft – das kann ja nur gesund sein.

Entgegen landläufiger Meinung werden diese Spezialitäten aus den Lungen organspendender Raucher gebastelt. © Shutterstock, David Strohmer

Gefährlich wird in diesem Bereich der Übergang vom archaischen Tun ins 21. Jahrhundert: Die E-Zigarette produziert nicht nur gewaltige Rauchwolken und erreicht dank vielfältig zumischbarer Aromen neue Rekordwerte auf der nach unten offenen Richterskala des schlechten Geschmacks. Die Technik lieferte jüngst Anlass für einen kuriosen Rechtsstreit: Die Mitarbeiterin eines Unternehmens wollte als Arbeitsunfall anerkannt haben, dass der Ersatzakku ihrer E-Zigarette in der Hosentasche explodiert war, weil sie ihren Dienstschlüssel in ebendiese Tasche gesteckt und damit am Akku einen Kurzschluss ausgelöst hatte. Das Gericht lehnte ab, die Begründung sparen wir uns an dieser Stelle und ziehen lieber ein eigenes Fazit: Analog hat gegenüber der elektrisch / elektronischen Variante vielerlei gesundheitliche Vorteile und außerdem hätt’s des früher net gäb.

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