Meinung

Kunststoff und Kunst verbinden

Ein Spektakel nicht nur für Berlin, sondern ganz Deutschland und darüber hinaus: Knapp 7000 beleuchtete Ballone markierten über mehrere Tagen den vor 25 Jahren überwundenen und schließlich fast überall aus dem Stadtbild verschwundenen Todesstreifen zwischen Ost- und Westberlin. In wahrhaft tragender Rolle im Auftrag der Kunst: Kunst-Stoffe.

Vom massiven kreuzförmigen Fuß inklusive Energieversorgung und einigen elektrischen/elektronischen Komponenten über den schlanken Kohlefaserstab bis zur transluzenten, von unten beleuchten und vermutlich mit Helium gefüllten Ballonhülle kommen unterschiedliche Kunststoffe, Verarbeitungsverfahren und Montagetechniken zum Einsatz. Ein hübscher Querschnitt durch die Kunststoffindustrie spielte also die Hauptrolle in dem weit beachteten, medienträchtigen Kunstprojekt, dass die Verbindung von Ost und West symbolisieren und visualisieren sollte.

Eine gute Referenz für unsere Branche und ein gutes Beispiel dafür, dass sich gute Produktideen nicht auf Lenkradumschäumung, Airbus-Tragfläche, Joghurt-Becher oder Notebook-Gehäuse beschränken. Die Kunst des Marketings liegt im Vermarkten von Technik, aber auch dem Nutzen von Imageträgern. Die Kunst des Marketings liegt im Vermarkten von Technik, aber auch dem Nutzen von Imageträgern. Zeit, die „Lichtgrenze“ zum Jubiläum des Mauerfalls in diesem Sinne auf unsere Branche strahlen zu lassen.

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Es grüßt aus Darmstadt

Meinolf Droege

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