Meinung

Angekommen …

… in der Industrie sind die additiven Produktionsverfahren nun wohl endgültig. Die Nutzung der inzwischen zumeist unter dem Begriff 3D-Druck subsummierten Technologien gehört in immer mehr Unternehmen inzwischen zum Alltag. Der Auftritt von Maschinenherstellern auf „klassischen“ Messen wie der Hannover Messe statt auf Spezialveranstaltungen ist dafür ein deutliches Zeichen.

Ganz selbstverständlich beziehen Konstrukteure die zusätzlichen Freiheiten der Verfahren in ihre Überlegungen ein und prüfen beispielsweise, ob sich ein Formeinsatz mit komplexer Geometrie oder Temperierung effizienter spanend oder additiv herstellen lässt. Den klassischen Modellbauern ist inzwischen ein gutes Stück ihres Geschäfts weggebrochen, wie anlässlich der Pressekonferenz im Vorfeld der Moulding Expo bestätigt wurde. Kunden fordern immer selbstverständlicher seriennahe Prototypen schon in der Entwicklungsphase und nicht zuletzt setzen immer mehr Entwickler sehr bewusst die neuen Möglichkeiten ein, um bisher nicht oder nur mehrteilig produzierbare Bauteile vergleichsweise einfach und schnell zu realisieren. Alltag eben. Dass damit im Einzelfall auch deutlich weniger Personal, zumindest aber Mitarbeiter aus einer geringen Anzahl von „Fraktionen“ benötigt werden, ist dabei häufig ein willkommener Nebeneffekt. Schnittstellen entfallen.

Auch wenn die Schnittstellen zwischen CAD-Konstruktion und 3D-Duck nicht immer so glatt überwunden werden und Konstrukteure ebenso wie Verfahrenstechniker erst lernen müssen, das jeweilige Optimum aus den neuen Technologien heraus zu holen ist doch klar: An additiven Technologien wird kaum ein Betrieb unserer Branche, seien es Spritzgießer, Formen- oder Modellbauer, vorbei kommen.

Anzeige

Es grüßt aus Darmstadt
Meinolf Droege

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Schneller zum Bauteil

Verzug beim 3D-Druck simulieren

Eine neue Prozesssimulationslösung für die additive Fertigung (AM) soll den Verzug beim 3D-Druck präziser prognostizieren und somit die Optimierung im Vorfeld ermöglichen. Das Produkt ist in die End-to-End-Lösung von Siemens für die additive...

mehr...
Anzeige

Messe zum 3D-Druck

Formnext 2018 meldet Halle 3 ausverkauft

Rund zehn Wochen vor Messestart meldet Mesago, dass beide Ebenen der Messehalle 3 mit erwarteten 550 Ausstellern und 36.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche vollständig belegt sind. Darunter sind 165 Neuaussteller aus 26 Nationen. Damit verzeichne...

mehr...