Editorial KM 4/2022

Annina Schopen,

Wo globale Lieferketten ...

… einst funktionierten wie geschmiert, herrscht seit der Corona-Pandemie Durcheinander. Wirtschaft und Verbraucher:innen werden durch Materialmangel und Lieferprobleme auf die Geduldsprobe gestellt. Die Corona-Krise zeigte eindrucksvoll die Verletzlichkeit dieses Wirtschaftsmodells auf.

Aninna Schopen © WBM

Die Weltwirtschaft hat sich noch gar nicht von dieser Corona-Knappheit erholt, nun spitzt sich die Lage weiter zu. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine lähmt die Investitionen, Energie- und Rohstoffpreise gehen durch die Decke, und erneute massive Lockdowns in China führen zu weiteren Engpässen, beispielsweise bei der Lieferung von Vorprodukten. Dabei erschweren die gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten nicht nur den Einkauf, sondern auch die Kalkulation künftiger Verkäufe. Infolge des Kriegs in der Ukraine hat der Internationale Währungsfonds seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum in diesem Jahr auf 3,6 Prozent gesenkt. Das sind 0,8 Prozentpunkte weniger als bei der Prognose vor gerade einmal drei Monaten.

Dass die Wertschöpfung in Europa in größerer Tiefe stattfinden sollte, ist nicht erst seit heute die Schlussfolgerung, die man daraus ziehen muss. Auch nicht, dass zumindest durch Diversifikation die Abhängigkeit von Regionen und deren Regierungen abgemildert werden muss. Aber offenbar ist erst jetzt die Zeit gekommen, in der auch die Politik sich endlich verschärft mit der Loslösung von Abhängigkeiten bei Rohstoffen beschäftigt.

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Über all dem muss die Klimakrise mitgedacht werden. Sie zwingt die gesamte Welt zu einer neuen Art des Wirtschaftens. Dazu, Wohlstand und Fortschritt ressourcenschonend zu gestalten. So seltsam es klingt, hat diese unsichere, krisengebeutelte Zeit auch das ins Bewusstsein gerückt. Dabei kann CO2-Neutralität, so herausfordernd allein diese ist, nur einer von vielen Schritten sein.

Die Kunststoffbranche beschäftigt sich intensiv damit, Kunststoffe in eine geschlossene Kreislaufwirtschaft zu überführen und so für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen. Hier gibt es immer wieder neue Ideen und Innovationen, über die wir berichten. Zum Thema Nachhaltigkeit veranstalten die Redaktionen der WEKA BUSINESS MEDIEN im September die digital networking days. Wir haben ein spannendes Programm zusammengestellt, das in den nächsten Tagen veröffentlicht wird.

Ich grüße Sie herzlich,
Ihre
Annina Schopen

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