Moderne Beleuchtungstechnik

Dosierzelle für den LED-Verguss

Eine neue, modular konzipierte 3-Komponenten Dosierzelle kann auf unterschiedliche Fertigungskonzepte angepasst werden. Neu angeboten wird die Dünnschichtentgasung in den Vorratstanks.

3-Komponenten Dosierzelle mit Dünnschichtentgasung – besonders geeignet für die LED-Verarbeitung. (Bild: Sonderhoff)

Die Entgasungsfunktion zielt vor allem auf der Verarbeitung von LED. Dabei wird die beim Produktionsvorgang eingerührte Luft aus dem Verguss im Vorratstank unter Vakuum entfernt – für eine blasenfreie Verkapselung der klar vergossenen LED und damit für besonders hohe Vergusstransparenz.

Zum Schutz der LED vor Feuchtigkeit, Staub und sonstigen Witterungseinflüssen bei Außeneinsatz sowie für Temperatur- und Vibrationsbeständigkeit werden sie meist mit transparenten 2-Komponenten Gießharzen auf Basis von Polyurethan oder Silikon verkapselt. Ziel ist es, eine lange Lebensdauer auch in Anwendungen wie Leuchtreklamen, Straßen- oder Tunnelbeleuchtungen und Anzeigetafeln zu sorgen.

Zur Fakuma gezeigt wird in Live-Präsentationen das Dichtungsschäumen, Kleben und Vergießen industrieller Bauteile – und das Vergießen von LED-Lichtleisten mit Klarverguss. Je nach Vergussformulierung und in Abhängigkeit vom Bauteil können nach Unternehmensangaben Dichtigkeitsklassen bis IP67 erreicht werden.

Die LED-Vergusssysteme sind transparent oder opak verfügbar und sie sollen nicht vergilben. Dank Einsatz aliphatischer Isocyanate seien sie hochbeständig gegen UV-Strahlung und weisen eine Lichtdurchlässigkeit bis 89 Prozent auf. Anders als Kunststoffe wie PC, PS oder SAN habe dieser Klarverguss zudem die Eigenschaft Kratzer zu heilen – die Vergussoberfläche kehre selbständig in ihren ursprünglich unverkratzten Zustand zurück. Der transparente LED-Verguss bleibe so unverändert lichtdurchlässig. Damit ist diese Technologie auch für viele anspruchsvolle Anwendungen der Oberflächenbeschichtung interessant.

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LED-Leuchten werden häufig in einem Zweischichtverfahren zuerst mit einem transparenten Verguss versiegelt und im zweiten Schritt mit einem opaken Verguss überzogen, der für eine optimale Lichtstreuung sorgt. Beide Vergussschichten sind UV-beständig. Auch wenn LED-Licht weniger Wärme als eine Glühbirne entwickelt, ist es entscheidend, dass LED-Versiegelungen hohe Temperaturbeständigkeit aufweisen, damit sie ein breites Spektrum unterschiedlicher Anwendungen und Einsatzbedingungen abdecken können.

Fakuma 2015, Halle A5, Stand 5109

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