Filtermedien

Membranen Stanzen und Schweißen - mit Ultraschall in einem Schritt

Automatisiert und prozesssicher kann man zu einbaufertigen Membrane mit Hilfe der Ultraschalltechnik nun auch in einem Schritt kommen.

Membranen werden beispielsweise im Automotive-Bereich als Druckausgleichselemente (DAE) eingesetzt, die vor Kondenswasser schützen und Druckveränderungen ausgleichen. Eine weitere Anwendung sind Filtermedien bei medizintechnischen Bauteilen und Consumer Artikeln.

Bisher waren bei der Ultraschall-Membranverarbeitung zwei Produktionsschritte notwendig. Zuerst wurden die bereits vorkonfektionierten Membrane über Vakuumhandling von einem Trägerband entnommen und dem Ultraschall-Schweißwerkzeug (Sonotrode) zugeführt, um anschließend über den pneumatischen Siegelhub auf das Kunststoffbauteil geschweißt zu werden. Die Neuentwicklung MPW (Modular-Punch-Weld) von Herrmann Ultraschall kann gleichzeitig stanzen und schweißen. Deshalb, so der Anbieter, könne mit einem kostengünstigeren – weil nicht vorkonfektionierten – Membran-Materialband von 8 bis 20 Millimeter gearbeitet werden. In einem Schritt realisiere die Einheit den Transport des Membranbandes, die Formgebung durch Stanzen der Membrankontur und das Ultraschall-Schweißen. Das spare Material und reduziere die Zykluszeit auf unter zwei Sekunden, was eine erhebliche Steigerung der OEE (Overall Equipment Efficiency) ermögliche.

Die bisher übliche nachgeschaltete optische Prüfung entfällt, da das MPW-System über Vakuumabfrage kontrolliert, ob die Membran korrekt ausgestanzt und positioniert ist. Zudem reduziere die Maschinensteuerung dank schonendem Bandtransport mit Spleißkontrolle weitere Fehlerquellen und somit mögliche Produktionsausfälle. Ein spezielles Wegmesssystem für hohe Taktraten arbeite ohne Verschleiß. Diese MPW-Unit kann in Automationslinien integriert oder als Handarbeitsplatz geliefert werden.

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Fakuma, Halle A4, Stand 4108

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