In-Mold-Montage soll die Kosten senken

Spritzgießtechnik verbindet drei Arbeitsschritte

Automatische Montageprozesse können die Investitions- und Betriebskosten für Werkzeuge und Maschinen verringern.

Das Montagespritzgießen kombiniert das Produzieren der Formteile mit deren Zusammenbau schon beim Spritzgießen. Drei Arbeitsschritte werden hier zusammengefasst. Das soll den Zeitaufwand in der Fertigung und die Prozesskosten senken.

Zu den Prozesskosten gehören auch Lagerkosten sowie der Planungs- und Verwaltungsaufwand, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette verringert werden können. Das gelte beispielsweise für die Produktion von Spritzgussteilen mit Riegel-, Rast-, Schub- oder Steckmechanismen, wie sie das Unternehmen Geiger Spritzgießtechnik produziert.

Statt zwei separaten Spritzprozessen für die Einzelteile und den Montagevorgang, fällt mit Hilfe der automatischen Montage nur ein Arbeitsschritt an. Ein Verfahren im Bereich solcher automatischen Prozesse ist die In-Mold-Montage. Hier werden zwei unterschiedliche Kunststoffteile in einem Werkzeug gespritzt und montiert, zum Beispiel die obere und untere Komponente eines Bauteils. Dabei ist auch der Einsatz von Mehrkavitäten-Werkzeugen, beispielsweise 4+4 Kavitäten, möglich sind. Gewichtsunterschiede der Teile werden mit balancierten Heißkanalsystemen ausgeglichen. Nach dem Spritzvorgang verlassen die Teile die Maschine als fertige Baugruppe und sind sofort bereit für die Weiterverarbeitung.

Ein weiterer Vorteil der In-Mold-Montage ist die definierte Lage der Teile im Spritzgießwerkzeug. So müssen sie für die Montage nicht mehr sortiert und gerichtet werden, da s in Montagerichtung gespritzt werden. So lassen sich kurze Fertigungszeiten realisieren. Innendruckfühler und andere Sensoren überwachem die einzelnen Prozessschritte im Werkzeug. Die Alternative zum automatischen Fertigungsprozess ist das mehrfache Handeln der Teile per Hand mit eventueller Zwischenlagerung und internen oder externen Transporten und die Montage auf eigens angefertigten Hilfsvorrichtungen oder in komplexen Montageautomaten, die als Sonderlösung für die jeweiligen Bauteile konstruiert werden müssen. Dieser Aufwand betrifft sowohl Hersteller und Kunden. Durch Einsparung zweier Arbeitsschritte können Aufträge schneller bearbeitet werden und der Kunde muss statt zwei Bauteilen nur noch einen Artikel anlegen und pflegen.

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Wenn die Montage nicht mit der In-Mold-Technologie realisierbar ist, gibt es eine weitere Möglichkeit, die unterschiedlichen Einzelteile in nur einem Werkzeug zu spritzen. Dabei entnimmt ein Roboter die Teile direkt an der Spritzmaschine und setzt sie für den Fertigungsvorgang lagegerecht in die vorgesehene Montagevorrichtung ein. Auch bei diesem Verfahren werden keine zusätzlichen Sortier- und Positionierautomaten benötigt. Unter anderem fertigte Geiger auf diese Weise Elektronikstecker für Automobil- und Elektronikhersteller.

Mit Hilfe gut geplanter und realisierter automatischer Montageprozesse lassen sich die Kosten - je nach Rahmenbedingungen - bei hoher Sicherheit und Qualität. In einem Fall seien mit Einsatz automatischer Montageprozesse die Investitionen für Werkzeuge und Maschinen um 30 Prozent verringert, die laufenden Betriebskosten um 40 Prozent, da nur noch eine Spritzgießmaschine und keine weiteren Montageautomaten benötigt wurden.

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