Light-Ebody

Klebstoffe unterstützen E-Mobilität

In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekt „Light-Ebody“ sollen Karosseriekonzepte in Leichtbauweise für zukünftige Elektrofahrzeuge erarbeitet werden. Darin verantwortet Dow Automotive Systems als Partner den Bereich Klebstoffe für das Fügen verschiedenartiger Karosseriewerkstoffe.

Das Unternehmen will sein Know-how aus F&E Projekten im Bereich Klebetechnologie einbringen: Seit Einführung geklebter Windschutzscheiben in den siebziger Jahren und den ersten geklebten Karosseriestrukturen sei man Entwicklungspartner rund um das Thema Klebstoffe.Dabei erfährt die Klebetechnologie im Umfeld E-Mobilität derzeit einen Bedeutungswandel: War sie anfangs besonders im Karosseriebau als Sicherheitslösung im Einsatz – geklebte Karosseriestrukturen haben hohe Dauerhaltbarkeit und absorbieren Aufprallenergie besser – findet sie heute vor allem durch das Fügen in der Leichtbautechnologie eine zusätzliche Rolle. Der Wandel ist auf den zunehmenden Einsatz unterschiedlicher Materialien zurückzuführen, die sich teilweise nicht mehr traditionell fügen lassen. Klebetechnologien ermöglichen den für Leichtbaukonzepte notwendigen Materialmix und tragen so zu Reichweitenoptimierung und Einsparung von Batteriekosten bei.

Eingesetzt werden Epoxidklebstoffe für Metallverklebungen mit besonderen Eigenschaften hinsichtlich der mechanischen Eigenschaften, Korrosionsfestigkeit und einem positiven Kosten-Leistung Verhältnis. PU-Klebstoffe eignen sich aufgrund ihrer langen Offenzeit, schnellen Haftung und geringen Ansprüchen an die Oberflächenvorbehandlung besonders für strukturelle Sandwichpanel-Anwendungen und Composite-Verklebungen. Demnächst einsetzbare MMA-Klebstoffe zeichnen sich ebenfalls durch geringe Oberflächenvorbehandlung und ein gutes Verhältnis zwischen Offenzeit und Aushärtungsdauer aus.
Light-Ebody ist ein Gemeinschaftsprojekt von Ford und Volkswagen, sowie weiterer Partner wie die Institute für Kraftfahrzeuge, Schweißtechnik, Fügetechnik und das Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen, Altair Engineering, Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF, Hydro Aluminium, Laboratorium für Werkstoff und Fügetechnik der Universität Paderborn, Linde und Wiemann, Röchling Automotive, Thyssenkrupp Steel und Böllhoff. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Beitrag zu den übergeordneten Zielen des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität, gefördert.

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Werkstoffe für den Fahrzeugbau

Freie Fahrt voraus

Kunststoffe machen Auto umweltfreundlicher und sparsamerDie Neuerfindung des Automobils ist in vollem Gange: Noch zeichnet sich keine einzelne Technologie ab, die allen anderen überlegen ist. Vielmehr ist es ein Bündel von Innovationen, die das...

mehr...
Anzeige