Produktion 4.0

Mehr Transparenz in der Kunststoffverarbeitung

Mit einer modularen Lösung sollen sich Kunststoffverarbeiter je nach Bedarf Leistungspakete zusammenstellen können, die sie für mehr Transparenz und Effizienz in ihrer Fertigung und den Weg in Richtung Produktion 4.0 benötigen.

Das modulare und multifunktionale Prozessüberwachungssystem soll die individuelle und ganzheitliche Optimierung der Spritzgießfertigung ermöglichen. © Kistler

Die konsequente Digitalisierung der Fertigung und ihrer Prozesse steht in der kunststoffverarbeitenden Industrie weiter im Vordergrund. Die Kistler Gruppe bietet speziell für die Spritzgießproduktion entwickelte Lösungen an, die Prozesse digital steuern und überwachen, um höhere Produktqualität und Wirtschaftlichkeit in der Fertigung zu erreichen. Auf der diesjährigen Fakuma sollen zwei modulare und flexible Lösungen gezeigt werden, das weiterentwickelte Prozessüberwachungssystem Comoneo und das Manufacturing Execution System (MES) in der Einsteiger- und Vollversion.

Industrie 4.0 beginnt in den Fertigungsanlagen, bei den Sensoren. Diese messen und analysieren den Werkzeuginnendruck beim Spritzgießen. Für die Überwachung der Prozesse sorgt das eigenentwickelte System Comoneo. In Version 3.0 stehen Anwendern sieben Funktionen zur Verfügung, die sie entsprechend ihrem Bedarf für Assistenz, Monitoring, Regelung und Vorhersagen zusammenstellen können. Speziell für Hersteller hochwertiger Bauteile im sicherheitskritischen oder medizintechnischen Bereich wurde die Software Stasa QC integriert. Diese berechnet auf Basis von Messwerten und statistischen Analysen die Qualität der gefertigten Bauteile voraus und bewertet sie innerhalb der Toleranzgrenzen.

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Auch das MES ist modular aufgebaut. Kombinierbare Module sollen für Transparenz in der vernetzten Spritzgießproduktion sorgen. In der Einsteiger- und in der Vollversion entscheide der Anwender über Umfang und Tiefe seiner Lösung. Im Mittelpunkt stehe die intuitive Bedienerführung, die den Mitarbeitern den Schritt in die Industrie 4.0 erleichtere. Weil die Produktionsprozesse kontinuierlich erfasst und überwacht werden, können Störungen schneller erkannt und entgegengewirkt werden.

Neben der Maschinen- und Betriebsdatenerfassung sind die Funktionsmodule Fertigungsplanung, Instandhaltungsmanagement und ERP-Link wählbar. Module wie die Chargenrückverfolgung oder die arbeitsplatzbezogene Personalzeiterfassung ermöglichen es, weitere Fertigungsprozesse zu digitalisieren. Auch ältere Maschinen lassen sich an das MES anbinden – entweder über SPS oder Leitrechnerschnittstelle.

Mit Zukauf der IOS GmbH, die seit Juni 2018 als Kistler Aachen GmbH firmiert, hat die Gruppe ihre Industrie 4.0-Kompetenzen ausgebaut. Das von IOS entwickelte MES eigne sich besonders für den Einsatz in der kunststoffverarbeitenden Industrie. Mit Integration des Unternehmens sollen Anwender eine Kombination aus Applikations- und IT-Wissen erhalten.

Fakuma: Halle A3, Stand 3104

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