Easybus V

…und sitzt fest

Die flexible Standardlösung – auch für geringste Bauteildicken
Unterschiedliche Aufsteckdicken, Materialien und Einbausituationen lassen sich mit einem Clip bewältigen.
Viele Bauarten von Metallclips soll eine neue Speziallösung aus Kunststoff ersetzen, dabei auch besonders geringe Bauteildicken ermöglichen und beschädigungsfrei arbeiten.

Die Direktverschraubung hat sich besonders im Automotive-Bereich, aber auch in vielen anderen Branchen hinsichtlich des Montage- und Kostenaufwandes als die wirtschaftliche Variante erwiesen, um Bauteile sicher und zuverlässig zu verbinden. Diese Methode stößt jedoch bei dünneren Bauteilen und solchen, bei denen das Anspritzen von Einschraubdomen fertigungs- oder bauraumbedingt nicht umsetzbar ist, an ihre Grenzen. Die Verkleinerung der Bauteildicken ist aber ein wichtiger Ansatzpunkt, um Leichtbaukonzepte konsequent umsetzen zu können. Die Trägermaterialien werden tendenziell dünner, es werden zunehmend belastungsorientiert entwickelte Materialkombinationen eingesetzt und die Forderungen an die dynamische Belastbarkeit der Verbindungen und die Prozesssicherheit in der Montage werden wichtiger.

Diese Anforderungen aus den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Kunden wurden laut Hersteller im Befestigungssystem Easyboss V (V für variabel) umgesetzt. Die aufsteckbare Kunststoffbefestigung, die den nicht anspritzbaren Einschraubdom ersetzt, beschädigt bei der Montage im Gegensatz zu marktüblichen Befestigungselementen aus Blech nicht den Korrosionsschutz des Bauteils oder der Schraube und bietet auch über einen langen Zeitraum hohe Vorspannkräfte. Das gewährleistet ein hohes Maß an dynamischer Sicherheit für die Verbindung.

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Darüber hinaus lag der Entwicklungsschwerpunkt des Systems in der Möglichkeit des variablen Dickenausgleichs und der problemlosen Montage. Aufgrund des federnd gelagerten Schraubdoms ist die Montage an unterschiedlichen Aufsteck-Wanddicken möglich. Zwei Varianten decken ein breites Spektrum möglicher Einsatzgebiete ab: Das Standard-Element gleicht Bauteildicken von 2,5 bis 5,5 Millimeter aus, die neue Variante V von 0,8 bis 3,0 Millimeter. Das trägt dem Trend zur weiteren Verringerung der Bauteildicken Rechnung. Die Wirtschaftlichkeit dieses Verbindungssystems, das durch die Kombination mit der Delta PT-Schraube, ebenfalls von Ejot, gute Voraussetzungen der Direktverschraubung in Kunststoff bietet, sei nicht allein im Preis begründet, hört man. Allein der Ersatz vieler verschiedener Clipse an einem Bauteil durch einen standardisierten Artikel bringt gleichermaßen logistische, qualitative und einkaufstechnische Vorteile. Das System wurde so ausgelegt, dass sich trotz vielfältiger Materialdicken und unterschiedlicher Werkstoffe einheitliche Anziehdrehmomente einstellen lassen. Dies vereinfacht und beschleunigt den Montageprozess erheblich. Fehler durch falsche Einstellungen der Schraubwerkzeuge, falsch positionierte oder verwechselte Clipse sollen damit der Vergangenheit angehören.

Auch für die Umsetzung effizienzsteigernder Maßnahmen in modernen Produktionsprozessen eignet sich dieses Kunststoff-Verbindungselement, besonders zur Optimierung der Wirtschaftlichkeit von Fertigungs- und Montageabläufen mit automatisierten Abläufen. Das automatische Aufstecken im Montageprozess ist nämlich möglich. Die großzügig dimensionierte Druckfläche verhindert darüber hinaus das Abkippen des „Bosses“ und realisiert so ein fehlerfreies Aufstecken des Bauteils. Das automatische Aufstecken der Bauteile gewährleistet, dass jeder Befestigungspunkt mit genau einem Clip bestückt wird. So können eventuell fehlende Befestigungspunkte in der Montage zuverlässig vermieden werden, ein wichtiger Qualitätsfaktor zum Beispiel bei der Befestigung von Instrumententrägern im Fahrzeug. Dieses Konzept der mannlosen Bestückung wurde gemeinsam mit dem Automatisierungs- und Montagespezialisten FFT Edag umgesetzt.
Einsatz finden die Elemente in erster Linie im Automobilbau, beispielsweise in Instrumententafeln, Mittelkonsolen, Verkleidungen, Frontends, Kotflügeln, Leuchten und weiteren Baugruppen. Aber auch im „non-automotiven“ Bereich finden sich zunehmend Anwendungen für die verbindungstechnische Speziallösung.

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