Ultraschall-Schweißtechnik

Schallschutz neu aufgelegt

Bereits 1973 war Herrmann Ultraschall mit der ersten serienmäßigen Schallschutzkabine Vorreiter für Arbeitssicherheit und Ergonomie. Der Ultrasafe veränderte die Arbeitswelt beim Ultraschallschweißen. Zur Fakuma gibt es eine moderne Neuauflage dieses Produktes.

Die neue Schallschutzkabine soll zuverlässig vor schädlichen Frequenzen schützen. (Bild: Herrmann Ultraschalltechnik)

Neben der klassischen Schallschutzkabine wird eine offene Sicherheitszelle ausgestellt, die speziell Schutz gegen Zugriff dritter Personen bietet. Der Eingriffsbereich ist durch einen Sicherheitslichtvorhang geschützt, der bei Bedarf auch als Automatikstart konfiguriert werden kann und somit eine manuelle Startauslösung überflüssig macht. Beide Ultrasafe-Varianten können einfach auf einer Werkbank aufgestellt werden und lassen sich modular mit unterschiedlichstem Zubehör ergänzen. Dazu sind sie beliebig mit allen Ultraschall-Schweißmaschinen der gesamten HiQ- Produktfamilie kombinierbar.

Die Frage, warum man einen Schallschutz benötigt, wenn die Ultraschallfrequenzen von 20 Kilohertz oder höher im nichthörbaren Bereich liegen, stellt sich. Die zu verschweißenden Kunststoffteile, beispielsweise die zwei Hälften einer elektrischen Zahnbürste oder ein Filtergehäuse mit Deckel, bilden einen Resonanzkörper. Während des Schweißprozesses wird die nur wenige Millisekunden dauernde Ultraschallvibration durch das Kunststoffbauteil gedämpft und zu einer Resonanz in niedriger Frequenz angeregt. Der so entstehende Körperschall des Kunststoffbauteils liegt teilweise im hörbaren Bereich. Als Mensch nimmt man dies in der Regel als einen kurzen unangenehmen Pfeifton war.

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Diese Lärmquelle sollte auf Dauer nicht unterschätzt werden. Als Lösung für eine sichere Produktionsumgebung werden Schallschutzkabinen in mehreren Varianten angeboten. Mittlerweile haben sich bestimmte akustische Dämm-Materialien um ein Vielfaches verbessert und hinter der doppeltverglasten Sicherheitshubtür können weitere Funktionsintegrationen implementiert werden, die Bedienpersonen vor unbeabsichtigtem Eingriff schützen.

Fakuma 2015, Halle A4, Stand 4108

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