Kunststofftechnik in Österreich

Polymerkongress in Ober-Österreich

Schloss Puchberg bei Wels mutierte am 29. und 30. Oktober 2014 zum Mekka der Kunststoff-Branche in Österreich. Rund 200 Teilnehmer trafen nach Veranstalterangaben beim 3. Internationalen Polymerkongress des Kunststoff-Clusters, um sich über Trends und Innovationen der Branche zu informieren und – für viele Teilnehmer ebenso wichtig – Erfahrungen im Branchen-Netzwerk auszutauschen.

Rund 200 Teilnehmer informierten sich und diskutierten während des 3. Polymerkongresses im österreichischen Wels.

Nach einer Firmenbesichtigung am Nachmittag des ersten Tages, zur Wahl standen Erema, Starlim und Trodat löste Dr. Maximilian Rapp vom Unternehmen Hyve mit seinem Vortrag Innovationsstrategien für produzierende Unternehmen in der Kunststoff-Branche, eine rege Diskussion aus. Seine Praxis-Beispiele über „Community-based Innovation“, bei denen die Kreativität und kollektive Intelligenz von Online Communities mit Crowdsourcing Ansätzen genutzt werden, stießen bei einzelnen Teilnehmern zwar auf Skepsis hinsichtlich rechtlicher Aspekte, beeindruckten aber andererseits auch mit großartigen Erfolgen.

Parallel zu den Firmenbesichtigungen wurde der „Eine-Welt-Solar-Kollektor“ erstmals in Österreich präsentiert. Der Ökoenergie- und der Kunststoff-Cluster nahmen den Polymerkongress zum Anlass, um einem fachkundigen Publikum den ersten, vollständig aus Kunststoff gefertigten, Solarkollektor von Sunlumo vorzustellen. Mit einer automatischen Produktionsanlage soll eine Kapazität von rund 500.000 Kollektoren erreicht werden. Dadurch sei der Kollektor für den Volumenmarkt besonders kostengünstig herzustellen, erklärte Robert Buchinger, Geschäftsführer von Sunlumo, den Interessenten.

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Der Einsatz von Kunststoffen für die Medizintechnik mit neueren Technologien einschließlich 3D-Druck und die wirtzschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche bildeten einen großen Themenblock. Reizwort und Chancen zugleich liefert der Begriff „Nachhaltigkeit“. Auch dazu gab es rege Diskussionen in verschiedene Richtungen. Als ein Highlight des Kongresses wurde der Abschlussvortrag von Prof. Claus Mattheck vom Karlsruher Institut für Technologie bewertet. Der Physiker beeindruckte nicht nur mit einer kurzweiligen Vortragsweise. Seine – auch für Laien verständlichen –„Denkwerkzeuge nach der Natur“ zeigen, wie mit einfachen Mitteln leichter und ressourcensparender konstruiert und weniger Unfälle durch formbedingte Fehlstellen verursacht werden.

Nach dem erfolgreichen Verlauf der diesjährigen Veranstaltung geht Elmar Paireder, Manager des Kunststoff-Clusters von einer Fortsetzung des Polymerkongresses in drei Jahren aus.

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