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7. Internationales Symposium naro.tech in Erfurt

Die Zeiten, in denen Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) die Kunststoffmärkte beherrschten, wandeln sich. Längst erobern Biokunststoffe immer mehr Produktionszweige. In welche Richtungen die Trends hinsichtlich der Rohstoffe, Herstellungsverfahren und Einsatzfelder tendieren, diskutieren Experten aus Industrie, Wirtschaft und Wissenschaft am 9. und 10. September 2009 in Erfurt. Im Fokus des 7. Internationalen Symposiums naro.tech stehen Werkstoffe aus Nachwachsenden Rohstoffen. Entscheider und Entwickler aus Forschung und Industrie berichten in 45 Vorträgen über neue Ideen und Ergebnisse. Thematisch gliedert sich das Programm in die Sektionen Faserverbundwerkstoffe, Biopolymere sowie Kleben, Holz und andere Technologien. Im Programmplan der ersten Symposiumssektion stehen unter anderem innovative Fassadenelemente in Außenanwendungen, Leichtbau mit naturfaserverstärkten Kunststoffen, feucht konservierte Naturfasern in mineralisch gebundenen Baustoffen, Bauteildesign sowie Trag- und Gleitelementen für die Fördertechnik aus Holz-Polymer-Werkstoffen. Mit besonderem Interesse seitens der Fachwelt wird in dieser Sektion der Vortrag vom japanischen Kyoto Institute of Technologie über die Isolationswirkung verschiedener Naturfasern erwartet. Neu entwickelte Werkstoffe und Produkte sowie technische Verfahren und Eigenschaften stehen hier im Fokus.

In der Sektion Biopolymere dreht sich alles um innovative Werkstoffe, Halbzeuge sowie deren Einsatzmöglichkeiten und Eigenschaften.
Davon wird Harald Käb, Generalsekretär des europäischen Branchenverbandes European Bioplastics, in seinem Eröffnungsvortrag auf der naro.tech hinweisen. Käb erwartet für das laufende Jahr eine Produktion von 500.000 Tonnen biobasierter und biologisch abbaubarer Plastiken europaweit. Tendenz steigend. Dafür gibt es gute Gründe. So beschäftigt sich beispielsweise ein junges Unternehmen aus Österreich mit den Herausforderungen bei der Verarbeitung von Biokunststoffen. Diese reichen vom Fehlen von Rohstoffdaten bis zu den Alterungsprozessen der Rohstoffe. Ähnlich praxisorientiert zeigen sich die Referenten der dritten Sektion mit Teilnehmern aus den USA und Israel, die Ergebnisse ihres Forschungsprojektes zu Ein- und Zweikomponentenklebern auf Proteinbasis vorstellen.

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Insgesamt erwarten die Veranstalter rund 300 Biowerkstoff-Experten in Erfurt. Partner des 7. Internationalen Symposiums naro.tech sind das Thüringische Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung, die Forschungsvereinigung Werkstoffe aus Nachwachsenden Rohstoffen e.V. und die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e.V. sowie die Messe Erfurt GmbH.

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