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Arburg: Technologie-Tage mit Rekordprogramm

Spritzgieß-InnovationenArburg: Technologie-Tage mit Rekordprogramm

Mehr als 6700 Besucher aus 53 Nationen meldet Arburg für seine eben beendeten Technologie-Tage am Stammsitz Loßburg. Präsentiert wurden mehr als 50 Exponate in Aktion, die Effizienz-Arena mit dem Thema „Industrie 4.0 pragmatisch“, Turnkey-Spritzgießlösungen, das neue Arburg Prototyping Center für die additive Fertigung mit dem Freeformer sowie ein Servicebereich. Ergänzt wurde das Ausstellungsprogramm von Vorträgen und Betriebsrundgängen.

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Mehr als 6700 Besucher mit 43 Prozent Auslandsanteil meldete für die 2017er Ausgabe der Technologie-Tagein Loßburg. (Bild: Arburg)

Mehr als 43 Prozent der Besucher rechnet Arburg dem internationalen Publikum zu. darunter waren beispielsweise 170 Gäste aus Nordamerika und 125 aus China. „Unsere Kunden schätzten die einzigartige Atmosphäre, nutzten intensiv die Gelegenheit, mit unseren Experten ins Gespräch zu kommen, und nahmen am Ende des Tages wichtige Impulse für ihre eigene Fertigung mit“, resümiert Michael Hehl, geschäftsführender Gesellschafter und Sprecher der Arburg-Geschäftsführung.

Ein Publikumsmagnet war der neue hybride Allrounder 1120 H, der das Leistungsspektrum in den Schließkraftbereich bis 6500 Kilonewton erweitert. Nach der Premiere auf der K 2016 boten die Technologie-Tage Gelegenheit, die neue Großmaschine im neuen Design und mit der Gestica-Steuerung genauer in Augenschein zu nehmen. Im Rahmen einer Turnkey-Lösung fertigte das Exponat gebrauchsfertige Klapptrittschemel. Dazu wurden mit einem acht Tonnen schweren Familienwerkzeug in 60 Sekunden Zykluszeit acht Einzelteile gefertigt und in Zusammenspiel von Sechs-Achs-Roboter und Montagestation „ready to use“ zusammengesetzt.

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Im Bereich Arburg Kunststoff-Freiformen (AKF) waren insgesamt acht Exponate zu sehen, davon fünf im neuen Arburg Prototyping Center. Im Fokus stand hier die industrielle additive Fertigung von Funktionsbauteilen einzeln oder in Kleinserien – darunter Greifer aus PA und TPE, Handyschalen mit optimierter Oberfläche sowie Bauteile aus einem für die Luft- und Raumfahrt freigegebenen PC. Hinzu kamen Elektronikteile mit Flammschutz sowie Implantate aus medizinischem PLA. Ein weiterer Freeformer produzierte im Kundencenter mechanisch optimierte Seilrollen aus Bio-PA. Die zwei Exponate in der Effizienz-Arena individualisierten die Kofferanhänger. Damit, und mit vielen anderen Lösungen wurde die Brücke zum Thema „Industrie 4.0 pragmatisch“ geschlagen. Die Kunden erhielten aus verschiedenen Blickwinkeln Impulse, wie sie Industrie 4.0 umsetzen und ihre eigene Fertigung effizienter gestalten können. Für lückenlose Rückverfolgbarkeit jedes individuellen Bauteils sorgte das Arburg Leitrechnersystem ALS. Vorgestellt wurden auch die beiden Zusatzmodule „Energy Visualisation" für die auftragsbezogene Zuordnung von Energiedaten und „Material Staging Interface“ für Chargenwechsel. Weitere Themen in der Effizienz-Arena waren die Rückverfolgbarkeit vom Fertigteil zum Granulat, Online-Monitoring für die Qualitätssicherung, systematische Energieverbrauchs-Erfassungen und die Integration von Peripherie in die Selogica-Maschinensteuerung.

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