Aus- und Weiterbildung

Studium Projektmanager Werkzeug- und Formenbau

Berufsbegleitende Ausbildung in der sechsten Runde. Werkzeug- und Formenbauer nehmen im Entstehungsprozess eines Produktes eine Schlüsselposition ein. Sie bilden die Schnittstelle, an der aus einer Produktidee bzw. einer Konstruktion erstmals ein greifbares Produkt wird. Sie gestalten die ersten Prototypen und erschaffen die Betriebsmittel, die bei der späteren Produktion zum Einsatz kommen. Dabei hängt es ganz entscheidend von ihrem Know-how ab, wie effizient, wie wirtschaftlich, aber auch in welcher Qualität in der Serie produziert werden kann.

Der wissenschaftliche Leiter und Dozent Thomas Seul bei einer Präsenzphase in der FH Schmalkalden: „Die Dozenten vermitteln Wissen aus der Praxis für die Praxis.“

Trotz dieser wichtigen Stellung in der Wertschöpfungskette gab es lange Zeit kaum adäquate Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich Werkzeug- und Formenbau. Um diese Lücke zu schließen, entwickelte die Hochschule Schmalkalden in Kooperation mit dem Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF) vor sechs Jahren das weiterbildende Studium zum Projektmanager (FH) für Werkzeug- und Formenbau. Das berufsbegleitende Studium, das Fach- und Führungskräfte für die Anforderungen an einen effizienten Werkzeug- und Formenbau qualifizieren soll, dauert zwei Semester und schließt mit einem Hochschulzertifikat ab. „Für berufserfahrene Werkzeug- und Formenbauer ist dieses Weiterbildungsangebot ein echtes Update“, erklärt Thomas Seul. Für den wissenschaftlichen Leiter und Dozent des Studiums an der Hochschule Schmalkalden ist es wichtig, dass die „Chemie“ beim Studium passt: „Die Dozenten vermitteln Wissen aus der Praxis für die Praxis. Und durch den Austausch untereinander bereichern sich die Studienkollegen gegenseitig. Dass man dann am Ende ein Weiterbildungszertifikat erhalten kann, rundet die Sache ab.“

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Das Curriculum sei insbesondere auf den Bereich Kunststoffe ausgerichtet und vermittle Kenntnisse und Fertigkeiten innerhalb des Werkzeugbaus, aber auch relevante betriebswirtschaftliche und rechtliche Grundlagen. Im ersten Semester stehen vor allem Technologien im Werkzeugbau sowie Methoden, Prozesse und Organisationsstrukturen im Mittelpunkt. Darüber hinaus werden die Themen Anwendungsorientierte Werkzeugauslegung, Technische Dokumentation und richtlinienkonforme Werkzeugbereitstellung sowie Fertigungsstrategien und Ablauforganisation im Werkzeugbau behandelt. Im zweiten Semester geht es um rechtliche und betriebswirtschaftliche Grundlagen wie Vertrags-, Arbeits- und Patentrecht oder Innovationsmanagement. Weiterhin stehen Marketing und Vertrieb im Werkzeugbau, Projektmanagement und der Ausbau sozialer Kompetenzen auf dem Lehrplan. Das Dozententeam besteht aus Lehrenden der Hochschule und Berufspraktikern, wodurch die Vorlesungen sehr praktisch ausgerichtet seien und die Studierenden die erworbenen Kenntnisse direkt in ihren beruflichen Alltag einbringen können. Das Studienmodell lasse sich durch wechselnde Selbststudien- und Präsenzphasen gut in den Berufsalltag integrieren und ermögliche aufgrund der kleinen Kursgruppen eine intensive persönliche Betreuung durch Professoren, Gastdozenten und Mitarbeiter des Zentrums für Weiterbildung.

Für den Studienstart zum Wintersemester 2016/2017 endet die Bewerbungsfrist am 15. Oktober 2016. Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen zum Studium erhalten Studieninteressierte unter www.hs-schmalkalden.de/Werkzeug_und_Formenbau

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