Spatenstich für 14 Millionen-Projekt

Katja Preydel,

Ausbau des Healthcare-Bereichs bei Röchling Industrial

Kunststoffverarbeiter Röchling Industrial investiert in einen neuen Standort für die Tochtergesellschaft Röchling Industrial Laupheim. Am 1. Juli fand der 1. Spatenstich für den Bau des neuen Produktions- und Bürogebäudes am neuen Standort in Burgrieden im Gewerbegebiet „Am Flugplatz“ statt. Mit der Investition will das Unternehmen die internationale Marktposition im Healthcare-Bereich stärken und den Kunden neue Möglichkeiten bieten.

Beim Spatenstich: von links Thomas Gerner, Trees Architekt und Ingenieure, Christian Schmid, Matthäus Schmid Bauunternehmen, Andreas Munkes, Hauptamtsleiter Burgrieden, Fridolin Schmid, Matthäus Schmid Bauunternehmen, Rudolf Karremann, Technischer Geschäftsführer von Röchling Industrial Laupheim, Michael Haller, Vorsitzender der Geschäftsführung Röchling Industrial Laupheim, Franz Lübbers, CEO Röchling Industrial © Röchling

Mit der Investition trägt Röchling dem starken Wachstum der Tochtergesellschaft in Laupheim Rechnung und will am neuen Standort weiter wachsen. 2017 hatte Röchling die damalige Fischer Kunststoff Präzision übernommen. Seitdem hat der Kunststoffverarbeiter bereits sieben Millionen Euro in das Unternehmen investiert. Für das geplante zukünftige Wachstum ist laut Unternehmen eine deutliche Ausweitung der Produktionsflächen erforderlich, was am alten Standort nicht möglich sei. Der bisherige Sitz des Unternehmens in Laupheim stoße bereits seit Längerem an seine Kapazitätsgrenzen.

Unter Reinraumbedingungen

Am neuen Standort sind 1.200 Quadratmeter für den Healthcare-Bereich vorgesehen. Das Unternehmen wird dort für seine Kunden unter Reinraumbedingungen produzieren – dazu gehören beispielsweise ein partikelfreies Finishing, die Montage von Artikeln und Baugruppen sowie die Verpackung.

„Wir werden den Bereich Healthcare weiter forcieren und ausbauen. Wir wollen bei der Zerspanung hochpräziser Bauteile aus thermoplastischen Kunststoffen für den Healthcare-Bereich die Nr. 1 sein, in der Region, in Deutschland und in Europa.”, so Michael Haller, Vorsitzender der Geschäftsführung Röchling Industrial Laupheim.

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Röchling Industrial Laupheim ist Teil der mit 18 Standorten größten Unternehmensgruppe für Kunststoffzerspanung der Welt. Innerhalb des Unternehmensbereiches Röchling Industrial ist sie Spezialist für die spanabhebende Fertigung von hochpräzisen CNC-Dreh- und Fräsbauteilen nach Kundenzeichnung aus thermoplastischen Kunststoffen. Anwendung finden die Bauteile in anspruchsvollen Industrien wie Healthcare, Wassertechnik, Sensor- und Steuerungstechnik sowie Kranbau.

Zu den Healthcare-Produkten gehören beispielsweise in der Pandemie stark gefragte Bauteile für die Impfstoff-Produktion und Beatmungsgeräte.

Umzug im 4. Quartal 2022

24.000 Quadratmeter Platz für Expansion: Das geplante neue Werk von Röchling Industrial Laupheim in Burgrieden © Röchling

Im Gewerbegebiet „Am Flugplatz“ in Burgrieden wurden insgesamt 24.000 Quadratmeter Grundstück erworben mit der Option auf Erweiterung. Der geplante Neubau umfasst 7.500 Quadratmeter Produktionsfläche und 1.000 Quadratmeter für den Verwaltungsbereich. Mittelfristig soll die Produktionsfläche um 2.500 Quadratmeter erweitert werden.

„Durch die Optimierung der Produktionswege und -abläufe steigern wir die Effizienz, verkürzen die Durchlaufzeiten und reduzieren so die Lieferzeiten für unsere Kunden. Außerdem schaffen wir durch neue Produktionsanlagen und den Reinraum neue Möglichkeiten, die wir unseren Kunden anbieten können.“ so Rudolf Karremann, Technischer Geschäftsführer von Röchling Industrial Laupheim.

Derzeit arbeiten bei Röchling Industrial Laupheim 161 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 11 Auszubildende. Mit der Expansion sollen in den kommenden Jahren weitere Arbeitsplätze entstehen.

Nachhaltigkeit

Bei der Planung des neuen Gebäudes wurde besonders auch auf Nachhaltigkeit geachtet. Im Neubau werden beispielsweise Wärmerückgewinnungsanlagen die Wärme der Druckluftkompressoren verwenden, um das Gebäude zu heizen und im Sommer zu kühlen. In der Produktion anfallende Kunststoffspäne werden sortenrein getrennt und wieder regranuliert, was zur Ressourceneffizienz beiträgt. Zudem werden 20 Ladestationen für E-Autos installiert.

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