Auswirkungen des Ukrainekriegs

Andreas Mühlbauer,

Siemens zieht sich aus Russland zurück

Als Folge des Ukrainekriegs will Siemens nach 170 Jahren Geschäfte in Russland beenden. Wie der Technologiekonzern bekannt gab, wurde ein Verfahren eingeleitet, um seinen Industriebetrieb und alle industriellen Geschäftsaktivitäten einzustellen.

Siemens stellt Russland-Geschäft ein. © Siemens Mobility

Nach Ausbruch des Kriegs habe Siemens alle neuen Geschäfte mit und internationalen Lieferungen nach Russland und Belarus eingestellt, hieß es laut Mitteilung. Die umfassenden internationalen Sanktionen sowie die aktuellen und potenziellen Gegenmaßnahmen wirken sich auf die Geschäftsaktivitäten des Unternehmens in Russland aus – insbesondere auf das Bahnservice- und Instandhaltungsgeschäft.

„Wir verurteilen den Krieg in der Ukraine und haben beschlossen, unsere industriellen Geschäftsaktivitäten in Russland in einem geordneten Prozess zu beenden“, sagt Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. „Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, denn wir haben eine Fürsorgepflicht gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und langjährige Kundenbeziehungen in einem Markt, in dem wir seit rund 170 Jahren tätig sind. Derzeit prüfen wir die Auswirkungen auf unsere Belegschaft und werden sie weiterhin nach besten Kräften unterstützen. Gleichzeitig leisten wir humanitäre Hilfe für unsere Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine, sowie für das ukrainische Volk und rufen gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft zum Frieden auf.“

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Die Siemens-Geschäftsbereiche werden die Abwicklung ihrer Aktivitäten in einem geordneten Prozess steuern – im Einklang mit den regulatorischen Anforderungen und internationalen Sanktionen.

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