Automobilzulieferung boomt

Röchling mit weiterhin starkem Wachstum

Mit mehr als 11 Prozent Umsatzwachstum im Jahr 2017 auf etwa 1,841 Milliarden Euro meldet die Unternehmensgruppe Röchling das achte Geschäftsjahr in Folge mit einem Plus. Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich um 10,4 Prozent auf 9733(zum 31.12.2017). Die Röchling-Gruppe ist weltweit an 88 Standorten präsent: 55 in Europa, 18 in Asien und 15 in Amerika. 39 Prozent des Gruppenumsatzes wurden in Deutschland erzielt, 31 Prozent im übrigen Europa. Amerika erzielte einen Umsatzanteil von 20 Prozent und Asien von 10 Prozent. Das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) stieg um 9,1 Millionen Euro. Damit lag die EBT-Marge bei 7,3 Prozent (Vorjahr: 7,64 Prozent). Maßgeblicher Wachstumstreiber waren erneut die Investitionen. Sie stiegen um 41,3 Prozent auf 178,7 Millionen Euro. Der Schwerpunkt lag auf dem Ausbau und der Modernisierung der weltweiten Kapazitäten.

Röchling Automotive entwickelt Leichtbaulösungen in den Bereichen Aerodynamics, Powertrain und New Mobility. (Bild: Röchling)

Im ersten Quartal 2018 habe sich die Nachfrage beruhigt: Der Quartalsumsatz lag mit 477,5 Millionen Euro nur knapp über dem vergleichbaren Vorjahresquartal (474,6 Millionen Euro), wobei Wechselkurseffekte der größte negative Einflussfaktor waren. der Vorstandsvorsitzende Hanns-Peter Knaebel: „Der Start in das neue Geschäftsjahr 2018 hat unsere Erwartungen nicht in vollem Umfang erfüllt. Für das gesamte Geschäftsjahr sehen wir weiterhin beste Chancen, unsere gesteckten Ziele in nahezu allen Bereichen zu erreichen.“

Im Unternehmensbereich Industrial stieg der Umsatz um 7,7 Prozent auf 737,4 Millionen Euro. Ausschlaggebend dafür seien die gute Stimmung im Maschinenbau. sowie einer starke Investitionsneigung in der Chemieindustrie und der Ausbau der regenerativen Energieerzeugung gewesen.

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Der Unternehmensbereich Automotive erzielte 15,8 Prozent Umsatzplus. Dies entspricht einer Steigerung auf 991,5 Millionen Euro im Berichtsjahr. Vom Aufwärtstrend profitierten nahezu alle Regionen. Deutliche Zuwächse erzielte Röchling vor allem in Europa. Positiv verlief das Geschäft auch in Asien und in Brasilien. Lediglich in Nordamerika gab der Umsatz etwas nach. Aufgrund der Marktberuhigung im Automobilgeschäft riefen Kunden nicht alle Bestellungen ab. Hinzu kamen Schwierigkeiten beim Start eines Modells auf Kundenseite und negative Währungseffekte.

Im Unternehmensbereich Medical erreichte der Umsatz mit 114,4 nahezu das Vorjahresniveau (117,2 Millionen Euro). Ausschlaggebend für den Rückgang war die Produktionsverlagerung eines US-amerikanischen Großkunden. Die Akquisition neuer Aufträge konnte den Verlust aber nahezu ausgleichen. Darüber hinaus beeinflussten ungünstige Wechselkurse das Geschäft. Erfreulich verlief das Geschäftsjahr für die europäischen Standorte, die einen Umsatzzuwachs verbuchten. Die Investitionen lagen im Geschäftsjahr 2017 bei 32,1 Millionen Euro. Schwerpunkt war der Neubau eines Produktionsgebäudes in Neuhaus in Thüringen, in dem unter Reinraumbedingungen in den Klassen GMP C und GMP D Primärverpackungen für pharmazeutische Produkte hergestellt werden. In Brensbach in Odenwald wurde ebenso in die Erweiterung eines Produktionsgebäudes investiert.

Nach einem durchwachsenenStart ins laufende Geschäftsjahr 2018 sieht Röchling für das Gesamtjahr wieder beste Chancen, den nachhaltigen Wachstumskurs organisch und durch Akquisitionen fortzusetzen. Neben der Digitalisierung gehört zur Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, Mitarbeiter zu qualifizieren. Die Röchling-Gruppe hat im Jahr 2017 verstärkt in deren Weiterbildung und Qualifizierung investiert und biete ihnen berufliche Perspektiven, persönliche Weiterentwicklung und strukturierte Karrieremöglichkeiten.

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